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Die Anwort auf Frage, wie laut die Windräder in den Bergdörfern sind, lässt noch auf sich warten

Nur wenn der Wind kräftig weht

BAD PYRMONT. Die Antwort auf die Frage, wie laut die Windräder bei Eichenborn, Baarsen und Neersen im Betrieb wirklich sind, lässt weiter auf sich warten. Erst wenn der Wind stark genug wehe, um die Anlagen in Nenndrehzahl betreiben zu können, könnten die Messungen beginnen, ließ der Landkreis Hameln-Pyrmont jetzt Großenbergs Ortsvorsteher Dirk Wöltje (CDU) wissen. Darum könne jetzt noch keine Prognose abgegeben werden, wann die Messungen durchgeführt werden können.

veröffentlicht am 16.09.2018 um 16:08 Uhr
aktualisiert am 17.09.2018 um 09:58 Uhr

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Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Die Ortsvorsteher der Bad Pyrmonter Bergdörfer waren beim Landkreis vorstellig geworden, um auf die Messungen zu drängen. Von Bürgern der Pyrmonter Bergdörfer hatte es immer wieder Beschwerden über Lärmbelästigungen gegeben (wir berichteten). Auf Anfrage von Wöltje gab der Landkreis nun Auskunft zum Stand der Dinge. Die Firma Kötter Consulting – laut Kreis ein in Deutschland führendes Messinstitut, das maßgeblich an der Weiterentwicklung von Messmethoden des Schalls mitwirke – werde die Messungen auf Kosten der Betreiber durchführen. Dafür werde in Absprache mit der Behörde ein Messplan erstellt „Sobald dieser vom Landkreis genehmigt ist, können die Messungen beginnen“, heißt es in dem Schreiben an Großenbergs Ortsvorsteher, der auch Mitglied des Kreistages ist.

Die Messungen werden nach dem derzeitigen Stand so durchgeführt, dass als erstes die Emissionen gemessen werden. Das bedeutet, dass der Schall gemessen wird, der von den Anlagen ausgeht. Erst danach werden die Immissionen – also der Schall, der in den Orten ankommt – gemessen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Messort sich einen halben Meter vor dem geöffneten und am stärksten vom Lärm betroffenen Fenster befindet. Laut Kreis können die Messungen nur nachts zwischen 22 und 6 Uhr stattfinden, weil nur in dieser Zeit die in der Betriebsgenehmigung festgelegten Grenzwerte überschritten werden könnten.

Erst wenn durch Messungen nachgewiesen werde, dass ein höherer Schalldruckpegel an den Immissionsorten ankomme als zulässig, werden die Betreiber aufgefordert, den Schall zu reduzieren. Die Änderung der Grenzwerte habe auf die Messungen in den Pyrmonter Bergdörfern keine Auswirkungen, so der Kreis, da die Anlagen noch nach altem Recht genehmigt worden seien.

Wöltje zeigte sich grundsätzlich zufrieden, dass nun endlich ein Fortschritt in der Angelegenheit zu erkennen sei und die Bürgerinnen und Bürger bei entsprechenden Wind- und Wetterverhältnissen mit aussagekräftigen Messergebnissen rechnen könnten. Nach Wöltjes Kenntnisstand, der sich dabei auf den Landkreis beruft, soll mit den Messungen noch in diesem Jahr begonnen werden. „Damit dürften die Anwohner aus Neersen, Baarsen und Eichenborn zeitnah entsprechende Auskünfte erhalten.“



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