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Public Viewing im Kurpark

Nur das Spiel der Deutschen war schlecht

BAD PYRMONT. Es war voll, es war friedlich und es gab keine Zwischenfälle: Mit dem ersten Public Viewing im Kurpark haben sich am Montag sowohl das Staatsbad als Gastgeber als auch der Verein „proInter Holzhausen“ als Veranstalter der Übertragung des WM-Auftaktspiels Deutschland gegen Mexiko sehr zufrieden gezeigt.

veröffentlicht am 18.06.2018 um 14:47 Uhr
aktualisiert am 18.06.2018 um 15:30 Uhr

Geduldig ließen die Besucher der Fußballübertragung die Eingangskontrollen der Ordner über sich ergehen. Foto: yt
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Kurdirektor Maik Fischer gab den Veranstalter sogar die Note 1 plus. Dem Spiel der Nationalelf dagegen, die ihr Auftaktspiel mit 0:1 verloren hat, konnte er hingegen gar nichts abgewinnen. „Das war Ü40-Fußball“, kommentierte der bekennende Fan von Hannover 96.

Kurdirektor Maik Fischer gab den Veranstalter sogar die Note 1 plus. Dem Spiel der Nationalelf dagegen, die ihr Auftaktspiel mit 0:1 verloren hat, konnte er hingegen gar nichts abgewinnen. „Das war Ü40-Fußball“, kommentierte der bekennende Fan von Hannover 96.

Vereinzelt gab es Besucher, die das Spiel lieber unter den Schirmen im Schlosshof verfolgt hätten. Doch bekanntlich hatte es Probleme gegeben, kurzfristig die aus Sicherheitsgründen erforderliche Zahl an Rettungshelfer zu organisieren. „Wenn wir es gar nicht hätten stattfinden lassen können, wäre das sicherlich die schlechtere Lösung gewesen“, kommentierte proInter-Chef Thomas Bertram. „Wir wären auch lieber im Schlosshof geblieben, aber das lässt sich in diesem Jahr nun einmal nicht machen.“ Kurdirektor Fischer hingegen fand die Übertragung im Kurpark noch attraktiver als im Schlosshof. Er freute sich, dass auch viele Teilnehmer des Fußballcamps mit Ex96-Kapitän Karsten Surman noch zu dem Public Viewing gekommen seien.

Über das Viertelfinale mache ich mir jetzt erst nach dem Spiel gegen Schweden Gedanken.

Thomas Bertram, „Public Viewing“-Veranstalter

500 Dauerkarten hatte proInter bereits vor der Veranstaltung verkauft – allerdings noch in der Annahme, die Begegnung im Schlosshof übertragen zu können. Weitere 400 Tagesgäste sorgten dann dafür, dass der zur Verfügung stehende Veranstaltungsort vor der Konzertmuschel fast ausverkauft war. „Die Fläche ist fast genau so groß wie der Schlosshof, wir wussten also, was auf uns zukam“, so Bertram.

Nach dem Ende des Spiels, dass viele Fans, die auf einen Sieg der Deutschen gehofft hatten, mit hängenden Köpfen verließen, dauerte es laut Bertram eineinhalb Stunden, bis sämtliche Spuren beseitigt waren. Dazu gehörte auch der Abbau der großen Bauzäune, die das Staatsbad gestellt hatte, um die Fläche vom restlichen Kurpark abzutrennen. Dadurch konnte – anders als ursprünglich geplant – während des Spiels auch der Eintritt in den Kurpark ermöglicht werden. Ursprünglich sollte die Anlage geräumt werden, doch die Kontrollen wären, so Bertram, sehr schwierig gewesen. Die Fußballfans kamen durch den Eingang an der Schlossstraße, wo sie sich vom Sicherheitsdienst Kontrollen unterziehen mussten. Die Kurparkbesucher, die aber deutlich in der Minderzahl waren, mussten in dieser Zeit den nördlichen Eingang nutzen, um über das Gelände flanieren zu können. Der Haupteingang am Brandenburger Tor wurde geschlossen. Diese Trennung wird auch bei den nächsten Spielübertragungen gelten. Auch alle anderen Regelungen haben sich bewährt.

Dass ausgerechnet in der „Oase der Ruhe“, wie das Staatsbad den prämierten Kurpark bewirbt, Fußball geguckt werden darf, hat bislang keine Diskussion ausgelöst. Nur vereinzelt sind kritische Stimmen zu hören, die an die eigentliche Funktion eines Kurparks erinnern, der aber ohnehin schon immer wieder für Veranstaltungen wie Landpartie, Oldtimertreffen oder Goldener Sonntag genutzt wird.

Das schlechte Spiel der deutschen Elf hat Thomas Bertram zwar geärgert („Das war einer deutschen Nationalmannschaft nicht würdig“), hat aber auch dazu geführt, dass er sich vorerst keine Gedanken macht, wo denn gegebenenfalls das Viertelfinale übertrag werden könnte, denn dafür steht der Kurpark definitiv nicht zur Verfügung. „Diese Gedanken mache ich mir jetzt frühestens nach dem Spiel gegen Schweden am nächsten Samstag.“

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