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WG-Chef Fahle sieht auch Kunden in der Verantwortung für funktionierende Innenstadt

Noch stimmen die Umsätze

Bad Pyrmont. Eine zuverlässig volle Innenstadt bei Sonderveranstaltungen, Ausweitung der Werbeaktionen bis weit nach Lippe, eine gute Vernetzung mit anderen lokalen Organisationen und Steigerung der Mitgliederzahl: Dies alles konnte die Werbegemeinschaft (WG) Bad Pyrmont anlässlich ihrer Mitgliederversammlung auf ihrer Haben-Seite der vergangenen zehn Jahre verbuchen. So lange ist Helmut Fahle nämlich schon der Vorsitzende der WG.

veröffentlicht am 23.10.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:41 Uhr

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Er nahm das anlässlich der jüngsten Mitgliederversammlung, die ihn und sein Vorstandsteam im Amt bestätigte, zum Anlass für einen Rückblick, der seine bisherige Amtszeit umfasste, und ließ dabei auch weniger schöne Entwicklungen nicht aus. So erfüllte sich die Hoffnung auf eine Lebensmittel-Versorgung in der Innenstadt nicht, der Traum von einer Eisbahn als besondere Attraktivität des Weihnachtsmarktes schmolz wieder dahin, und bei der Eröffnung des letzten Weihnachtsmarktes mit dem Sänger Jim Ferguson musste die WG ihre Grenzen erkennen, wie Fahle einräumte: „Das war eine Nummer zu groß für uns.“

Dass die Sonderveranstaltungen wie Wein- und Spargelfest, Oktober-, Bauern- und Weihnachtsmarkt viele Menschen nach Bad Pyrmont locken und für eine volle Innenstadt sorgen, sei für den Einzelhandel eine gute Sache und sorge für die umsatzstärksten Tage im Jahr. „Allerdings können wir dadurch nicht verhindern, dass immer mehr Menschen sich in den großen Einkaufszentren oder im Internet versorgen“, räumte Fahle ein. Und er hatte auch einen kritischen Hinweis an die Adresse der Einwohner: „Die Kunden betonen immer wieder, dass sie eine funktionierende Innenstadt wollen. Aber sie müssen dann auch selbst dazu beitragen und dafür sorgen, dass die Kaufkraft nicht abwandert“, betonte er. Die Reaktionen auf die vielen Aktivitäten wertete der WG-Chef ganz pragmatisch: „Unser Dank ist, wenn keiner meckert.“

Und Aktivitäten, die in Kooperation mit der Bad Pyrmont Tourismus GmbH, dem Kur- und Verkehrsverein, der Dehoga und dem Verein Fürstentreff angestoßen wurden, gab es reichlich im vergangenen Jahrzehnt. Fahle nannte unter anderem mehrere Großflächen-Plakatierungen, Bündelung der Kernöffnungszeiten in den Geschäften, eine neue Hinweis-Beschilderung von Hotels und Pensionen, ein professionell gemachter Internet-Auftritt, Liegestühle und Kurschatten-Hüte, Schaufenster-Aktionen und Einführung der Geschenkgutscheine, und zuletzt die vielbeachtete Einrichtung des Wohnmobilhafens.

„Wir haben zahlreiche Themen angeschoben, haben gegen die Ansiedlung von zu vielen Discountern gekämpft und gegen die Leerstände in der Stadt. Der desolate Belag in der Brunnenstraße, die langfristige Sperrung der Freienwalder Brücke und die seit 2012 fehlenden Gästebetten, wodurch uns täglich etwa 265 potenzielle Kunden fehlen – alles dies erschwert unsere Arbeit“, unterstrich er. Dazu zähle auch eine massive Erhöhung der GEMA-Gebühren

Trotzdem sei die Attraktivität Bad Pyrmons sehr gut, und viele der 86 WG-Mitglieder seien (noch) zufrieden mit ihren Umsätzen. Die Standgelder bei den Veranstaltungen halte der Vorstand für nötig, denn gemeinsam mit dem Staatsbad und dem „Fürstentreff“ decke der Verein einen großen kulturellen Bereich ab. Fahle: „Die Stadt ist in einer komfortablen Situation, weil sie sich im Gegensatz zu anderen Städten darum nicht kümmern muss.“



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