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Beirat schlägt „Runden Tisch“ zum Thema vor und will sich auch enger mit der Seniorenvertretung vernetzen

Noch immer gibt es viele Grenzen für behinderte Kinder

Bad Pyrmont (red). Die Tagesordnungspunkte des Bad Pyrmonter Behindertenbeirats ließen in keiner Weise darauf schließen, dass erst nach rund zweieinhalb Stunden Dieter Schröder die Sitzung beenden konnte. Grund dafür war die „Fragestunde interessierter und betroffener Einwohner“. Nicht zu ersten Mal beschäftigte sich der Beirat darin mit Sorgen und Nöten der Eltern behinderter Kinder. Doch an diesem Abend konnten die Eltern dezidiert ihre Schwierigkeiten darlegen und fanden bei den Mitgliedern des Beirats offene Ohren. Teilweise recht emotional schilderten Familie Schneider und Stefanie Maltzahn ihre Bemühungen, für ihre Kinder Grenzen aufzubrechen, die ihnen immer wieder von Verwaltung, Politik und Trägern von Tagesstätten sowie von Schulen aufgezeigt werden. Wennauch in letzter Zeit die Diskussion um das Schicksal behinderter Kinder in Bewegung geraten sei, so stoßen die Betroffenen doch immer wieder auf Skepsis und auch Hilflosigkeit.

veröffentlicht am 07.11.2010 um 21:55 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 00:21 Uhr

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Es geht den Eltern nicht nur um den Anspruch auf einen Platz in einer Integrations-Kindertagesstätte oder in einer ganz normalen Schulklasse, sondern auch um Hilfe und Aufmerksamkeit für die besonderen Bedürfnisse der Kinder im Alltag.

Der Behindertenbeirat machte deutlich, dass er als Institution auch die Belange der behinderten Kinder und Jugendlicher vertrete. Vorstandsmitglied Klaus Raudies stellte die Bildung eines „runden Tisches“ zur Diskussion, an dem neben den Elterninitiativen die Stadtverwaltung, Träger betreuender Institutionen, Kitas, Schulen und nicht zuletzt auch der Behindertenbeirat sich um das Wohl der behinderten Kindern kümmern sollten. Familie Schneider (Telefon 05281/168380), die die Elterninitiative „Inclusio“ gegründet hat, und Stefanie Maltzahn von der Elterninitiative „Behinderte Kinder“ (Telefon 05281/ 95037) rufen betroffene Eltern zur Kontaktaufnahme auf, um gemeinsam für ein besseres Verständnis und mehr Sensibilität zu kämpfen. Selbstverständlich sollten auch praktische Lösungen der vielfältigen Probleme mit im Vordergrund stehen.

Verstärken will der Behindertenbeirat auch seine Zusammenarbeit mit dem Pyrmonter Seniorenbeirat – getreu dem Gedanken: „gemeinsam sind wir stärker“.

Gute Nachrichten gibt es auch in Sachen Behindertenführer: Nachdem die organisatorischen Vorarbeiten erledigt sind, kann mit der Neuauflage der Broschüre Mitte 2011 gerechnet werden, stellte Ordnungsamtsleiterin Sabine Spiegel von der Stadtverwaltung in Aussicht.



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