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Zumindest im Kurpark / Forstverwaltung sperrt Wanderwege / Gäste aus Anzio saßen in Wolfsburg fest

„Niklas“ wütete schlimmer als „Kyrill“

Bad Pyrmont. Personenschäden hat das Orkantief „Niklas“ in Bad Pyrmont glücklicherweise nicht verursacht, doch das Ausmaß des Sachschadens ist beträchtlich. Überall im Stadtgebiet und auch in den Pyrmonter Wäldern wurden Bäume entwurzelt oder wie Streichhölzer geknickt, Dächer aufgerissen und Schilder umgeworfen. „Das war nach Kyrill im Januar 2007 für uns der schlimmste Sturm, auch wenn man das in den Ausmaßen noch nicht vergleichen kann“, zog der Leiter der Pyrmonter Stadtforst Uwe Schenkemeyer gestern eine erste Bilanz.

veröffentlicht am 01.04.2015 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:21 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian
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„Wir haben in allen Revieren Windbrüche, am schlimmsten ist es aber im Mosterholz“, berichtete er. Dort stehen vor allem flach wurzelnde Fichten, die in dem vom Regen völlig durchweichten Erdreich keinen Halt mehr finden konnten. Auch am Bomberg und in der alten Hagener Chaussee gibt es laut Schenkemeyer beträchtliche Schäden. In Zahlen kann er den Schaden allerdings noch nicht bemessen. „Wir sind noch längst nicht überall hingekommen. Das kann noch etwas dauern, bis wir die Schäden komplett erfasst haben.“

Dauern wird es auch, die zahlreichen Wanderwege, die durch umgestürzte Bäume unpassierbar geworden sind, wieder freizuräumen. „Die Aufräumarbeiten werden sich auf jeden Fall bis nach Ostern hinziehen“, kündigte Schenkemeyer an. Er riet den Waldbesuchern, auf Spaziergänge im Wald nach Möglichkeit zu verzichten, aber auf jeden Fall besonders vorsichtig zu sein. „Es hängen überall in den Bäumen lose Äste, die jederzeit hinunterstürzen können“, warnte er.

Auch auf vielen Privatgrundstücken hat das große Aufräumen und Reparieren am Mittwoch begonnen. Das gilt auch für den städtischen Bauhof. „Rund 20 Schäden durch umgestürzte Bäume, herabfallendes Astwerk und Dachziegel hat das Baudezernat am Dienstag gemeldet bekommen“, berichtete Stadtsprecher Wolfgang Siefert. Vorsorglich seien auf den Friedhöfen Warnschilder aufgestellt und Betretungsverbote ausgesprochen worden.

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Auch das Hotel Steigenberger hat gelitten. yt

Auch das Staatsbad hat es massiv getroffen. „Wir haben Schäden an Bäumen im Kurpark und an den Dächern des Hotels Steigenberger, der Hufeland-Therme und unserer Gärtnerei“, gab Kurdirektor Maik Fischer Auskunft. „Die Aufräumarbeiten im Kurpark sind in vollem Gang, und wir werden den Park am Donnerstag wieder öffnen. Aber obwohl wir zusätzliche Helfer verpflichtet haben, werden wir bis Ostern nicht alle Bereiche freibekommen, sondern aus Sicherheitsgründen einige gesperrt lassen müssen.“ Laut Gärtnermeister Michael Mäkler waren die Folgen von Niklas für den Kurpark schlimmer als die von Kyrill. „Kyrill ist in den Höhenlagen unterwegs gewesen, Niklas auch im Tal“, stellte er fest. Getroffen hat es laut Mäkler hauptsächlich Nadelbäume, die vom Sturm entwurzelt worden seien. Im Fallen hätten sie dann auch den einen oder anderen Laubbaum beschädigt.

Die jungen Gäste aus Bad Pyrmonts Partnerstadt Anzio hat „Niklas“ bei einem Ausflug nach Wolfsburg getroffen, wo sie das Wissenschaftsmuseum „Phaeno“ besichtigten. Sie waren mit der Bahn angereist, kamen aber auf diesem Weg nicht mehr zurück. Sabine Jösten vom Partnerschaftsverein ließ sie darum per Bus abholen. Statt um 18 Uhr wie geplant war die Gruppe schließlich um 0.30 Uhr wieder in Bad Pyrmont. „Die Stimmung war trotzdem super“, berichtet Annegret Webel, die die Italiener begleitet hatte.

Die am Dienstag vom Ordnungsamt gesperrte Altenaustraße, wo Dachpfannen drohten, von einem Gebäude auf den Gehweg zu fallen, war gestern nach dem Einsatz der Dachdecker für Fußgänger wieder passierbar. Betroffen von der Sperrung waren vor allem die Kronen-Lichtspiele. „Wir haben unsere Besucher durch den Notausgang auf der Rückseite des Gebäudes in den Kinosaal gelassen“, so Kinobetreiber Torben Scheller.



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