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Lobby-Arbeit beim Landtagspräsidenten

Niedersachsens Erster Bürger wird zum Kurstadt-Fan

Bad Pyrmont (jl). Das Staatsbad hängt bekanntlich am Tropf des Landes Niedersachsen. Das pumpt alljährlich mehr als zwei Millionen Euro nach Bad Pyrmont. Denn viele Angebote hier kosten naturgemäß mehr, als sie einbringen. Aber ohne sie könnte die Kurstadt einpacken. Denn die Stadt könnte die Zuschüsse keinesfalls übernehmen.

veröffentlicht am 08.09.2009 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 16:21 Uhr

Landtagspräsident Hermann Dinkla (2.v.re.) samt Gastgebern beim
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Damit sich das Land auch langfristig nicht aus seiner Verantwortung zurückzieht, wie es der Landesrechnungshof empfohlen hatte (wir berichteten), betreiben vor allem die heimischen Politiker Lobbyarbeit. Denn der Pyrmont-Fanclub unter den Entscheidern im Land soll größer werden. Dieses Ziel dürfte gestern wieder einmal erreicht worden sein: Auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Ursula Körtner besuchte Niedersachsens Landtagspräsident Hermann Dinkla die Kurstadt. Dabei demonstrierte ein parteiübergreifendes Empfangskomitee, wie wichtig hier allen der Staatsbad-Status ist.

Kurdirektor Heinz-Hermann Blome stellte dem Gast die Kurstadt als überregional bedeutendes Gesundheitszentrum vor – was Dinkla „außergewöhnlich überzeugend“ fand. Den Bedürfnissen der diversen Zielgruppen unter seinen zuletzt fast 63 300 Gästen versucht man laut Blome flexibel zu entsprechen – damit sowohl der „anspruchsvolle Junggast“ als auch der „Happy Oldie“ zufrieden sind.

Als ein ganz entscheidendes Argument für den erst Mitte August vom zuständigen Landes-Ausschuss bestätigten Staatsbad-Status – laut Ursula Körtner „die wichtigste Entscheidung seit Jahrzehnten“ – kann die Wirtschaftsleistung gelten, die Pyrmonts Kur- und Tourismuswirtschaft der Stadt insgesamt bringt. Laut Blome waren das 2008 rund 250 Millionen Euro. Derweil hat das Staatsbad seinen Zuschussbedarf seit 2003 konstant gesenkt: von fast 3,5 auf rund 2,64 Millionen im letzten Jahr. Direkt oder mittelbar hänge ein Gutteil der 6000 Arbeitsplätze hier am Kur- und Tourismusbetrieb. So ganz nebenbei bildet das Staatsbad auch noch 65 Lehrlingen und Umschüler aus.

Und so schrieb Hermann Dinkla noch vor seinem Kurpark-Rundgang ins Goldene Buch der Stadt: „Das Staatsbad ist ein Juwel im niedersächsischen Tourismus“ und wünschte „viel Erfolg für den weiteren Weg und die neuen Herausforderungen“. Außerdem versprach Niedersachsens „Erster Bürger“ (Körtner), samt Gattin baldmöglichst zum Kurzurlaub wiederzukommen.



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