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Minister Stratmann stellte das neue Programm der Landesregierung „Wir machen die Musik“ vor

Niedersachsen macht jetzt Bad Pyrmont nach

Bad Pyrmont (stef). „Die Pyrmonter Musikschule betritt modellhaft den Zukunftsweg, sie ist ein hervorragendes Beispiel für das neue Musikalisierungsprogramm der Landesregierung.“ Mit diesem großen Lob hat Lutz Stratmann (CDU), Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, gestern in der Kurstadt den Startschuss zu einer ganz besonderen musikalischen Förderung gegeben.

veröffentlicht am 18.03.2009 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 13:41 Uhr

Kinder des Kindergartens Reesenhof zeigten dem Minister Ausschni
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Das Programm „Wir machen die Musik“, das gemeinsam mit dem Niedersächsischen Musikschulverband entwickelte wurde, soll vom Sommer an möglichst vielen Kindern unabhängig von ihrer sozialen, finanziellen und regionalen Herkunft einen frühen und einfachen Zugang zur Musik ermöglichen und setzt dabei auf eine Zusammenarbeit mit den Kindertagesstätten.

„Wir wollen die musikalische Bildung und das musikalische Angebot für Kinder und Jugendliche ausbauen. Denn gemeinsames Musizieren weckt Freude, stärkt die soziale Kompetenz und fördert das Verständnis für andere Kulturen“, erklärte der Kulturminister.

Die Pyrmonter Musikschule setzt das Programm bereits seit dem vergangenen Jahr als Modell um. Als Vorstandsmitglied des Landesverbands der Musikschulen war Musikschulleiter Arndt Jubal Mehring von Anfang an bei der Entwicklung dabei. „Zu dieser Zeit hatten wir bereits die Kooperation mit dem Ganztagszentrum und das „Klassen musi-zieren“-Projekt in den Grundschulen. Aber eine musikalische Erziehung in Kindergärten fehlte noch“, so Mehring.

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E. Neuhäuser

Bürgermeisterin Elke Christina Roeder zeigte sich sehr zufrieden. „Die Musikschule bietet entgeltfreien Unterricht in allen Kindertagestätten, den sieben Grundschulen in Bad Pyrmont, Aerzen, im Emmerthal sowie im Ganztagszentrum“, zählte sie auf. Damit sei die Kurstadt den Plänen weit voraus.

„Das niedersächsische Musikalisierungsprogramm setzt bewusst vor der Schule an und unterscheidet sich damit klar von Musikprojekten anderer Bundesländer“, so Stratmann. „Ich bin davon überzeugt, dass Kinder mit guter musikalischer Erziehung nicht zu so schrecklichen Taten fähig sind, wie die in der letzten Woche.“

Langfristig umfasst das auf zehn Jahre angelegte Programm auch Grundschulen und die Klassenstufen 5 bis 10. „Im Jahr 2016 sollen 80 Prozent aller niedersächsischen Kindergärten, 30 bis 40 Prozent aller Grundschulen und 20 bis 30 Prozent aller Sekundarstufen I an dem Projekt beteiligt sein“, so die Planung des Kulturministers.

Als Modellprojekt konnte die Pyrmonter Musikschule sich eine Landesunterstützung von 10 000 Euro sichern, im Schuljahr 2009/10 werden es noch 2400 Euro sein. „Der gesamte Finanzierungstopf des Landes für das Projekt enthält in diesem Jahr 500 000 Euro“, berichtet der Vorsitzende des Landesmusikschulverband, Ernst W. Neuhäuser. „2010 soll sich der Betrag auf 1,45 Millionen erhöhen.“ Die Landesunterstützung deckt jedoch nicht den gesamten finanziellen Aufwand, somit ist die Musikschule auf Unterstützung von Sponsoren angewiesen.

„An der Gebührenschraube werden wir nicht drehen. Denn wir müssen und wollen die Musikschule zu keiner Einrichtung für Besserverdienende machen“, verspricht der Vorsitzende des Musikschulvereins, Joachim Krause.

Nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch fand das Musikalisierungsprojekt seine Vorstellung: So zeigten die Vorschulkinder des Kindergarten Reesenhof mit ihrer Musikschullehrerin Angelika Kawalek Ausschnitte aus ihrem Musikunterricht. Minister Stratmann zeigte sich begeistert: „Mit Bad Pyrmont verbinde ich nur positive Erfahrungen.“



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