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CDU fragt die Lügder nach ihrer Meinung zum Brunnen für den Marktplatz

„Nicht so’n modernen Kram“

Lügde. Ein neuer Brunnen für den Lügder Marktplatz beschäftigt die Gemüter vieler Einwohner. Am Samstag diskutierten etliche Bürger die verschiedenen Vorschläge mit der Lügder CDU vor dem REWE-Markt. „Viele Besucher sind gekommen, weil sie in der Zeitung gelesen haben, dass sie hier ihre Meinung dazu kundtun können“, freut sich CDU-Ratsfrau Ute Schaper über die regen Gespräche.

veröffentlicht am 23.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 15:21 Uhr

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Autor:

Claudia Guenther
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Klaus Becker gab sogar seinen neuen Vorschlag ab. Der zeigt den Brunnen mit Wasserspielen und einem Quader, ganz ohne Figuren. Jedoch sollen die vier Seiten des Quaders mit Motiven gestaltet werden. „Naturgetreu ist am Besten“, mein Rita Luttmann und spricht sich für den Entwurf von Bernd Maro aus, der vorsieht, dass sich Kinder auf die Ziegen setzen können. Auch hat sie Bedenken, dass sich an den Kanten des von Christian Uhlig entworfenen Brunnens Kinder verletzen könnten. „Die naturgetreuen Ziegen sprechen mit Sicherheit die Kinder mehr an“, meint sie. Margot Wilgeroth erzählt Schaper von den Gesprächen während ihrer Besuche im Johanniter -Stift. „Die Leute im Altenheim finden den naturgetreuen Ziegenbrunnen am Besten. Aber nicht so’n modernen Kram“. Denn das Ziegenhüten beschreibe ein Brauchtum, das sie noch aus ihrer eigenen Kindheit kennen.

Für die Finanzierung des Brunnens mit naturgetreuen Ziegen gebe es bereits viele Spendenzusagen, sodass ungefähr noch 3000 Euro offen seinen, berichtet Schaper. „Es gibt auch zweckgebundene Spenden für einzelne Ziegen“, ergänzt ihr Fraktionskollege Dr. Christian Tennie. „Etwa 60 bis 70 Prozent zahlt das Land.“

Während sich die Frauen an ihre Kindheit und die Ziegen erinnern, haben die Männer an diesem Morgen eher große Taten im Sinn. Walter Willeke hätte lieber einen Karl-Brunnen, „weil das historisch ist und auch wegen der Kilianskirche“, wie er betont. Seiner Meinung nach sollte die Verbindung zwischen Karl dem Großen und Lügde hervorgehoben werden, auch wenn dessen damaliges Wirken nicht von allen Lügdern völlig kritiklos gesehen und geschichtlich unterschiedlich eingeordnet werde. Ziegenfiguren gehören für ihn nicht auf den Marktplatz, sondern in den Emmerauenpark. Ingo Stumpe meint hingegen: „Wir haben doch einen Brunnen“ und meint den, der jetzt auf dem Markplatz steht. Aber er gesteht auch, dass er sich mit dem Thema bislang nicht groß beschäftigt habe. Im Gespräch schließt er sich jedoch schnell Willekes Meinung an: „Wenn, dann Karl.“

Die Stand-Statistik an diesem Tag zeigt eine klare und geschlechtsspezifische Gewichtung für den naturgetreuen Ziegenbrunnen. „Im Lügde-Blog sieht das anders aus“, weiß SPD-Mann Torben Blome über die Internet-Voten der Bürger. Dort gebe es mehr Stimmen für den Karls-Brunnen, und zwar hauptsächlich von Männern.

Die jüngste Stand-Besucherin an diesem Tag war die zwölfjährige Marie Edelhof. „Ich finde den besser“, zeigt sie auf den naturgetreuen Ziegenbrunnen und erkundigt sich bei Tennie: „Wird der gebaut?“

Margot Wilgeroth e (re.) macht im Gespräch mit Ute Schaper (li.) und Dr. Christian Tennie (hinten) und andern Standbesuchern aus ihrer Meinung zum Brunnen keinen Hehl.cg



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