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Scheidende Bürgermeisterin zieht vor dem Rat Bilanz und serviert besonderes Getränk

Nicht nur nette Worte

Bad Pyrmont. Ob die vielen warmen, netten und respektvollen Worte für Elke Christina Roeder (SPD) bei ihrer letzten Ratssitzung als Bürgermeisterin Bad Pyrmonts ihr den Abschied vom Amt in zwei Wochen leichter machen, dürfte kaum zu erwarten sein. Aber der herzliche Abschied, den ihr der Rat und zahlreiche Bürger am Donnerstag im Ratssaal bereiteten, ließ sie sichtlich nicht unbewegt. Sie dürfte einen Moment so etwas wie ein „Wir-Gefühl“ empfunden haben, das, wie sie in ihrer Abschiedsrede sagte, in den Jahren ihrer Amtszeit manchmal zu kurz gekommen sei.

veröffentlicht am 17.10.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

von hans-ulrich kilian
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Roeders Verabschiedung war der letzte Tagesordnungspunkt einer gut dreistündigen Ratssitzung, die so über die Bühne ging, wie es sich die Bürgermeisterin sicherlich öfter gewünscht hätte – über weite Strecken sachlich und konstruktiv. Sie erinnerte sich dagegen an Hürden, von Umwegen, verschlungenen Pfaden, schwierigen Klippen und sogar von Fallgruben auf dem Weg zum Ziel, das sie aber fast immer gemeinsam mit dem Rat erreicht habe. „Nur häufig haben wir Zeit verloren“, stellte sie fest. Viele Reibepunkte habe es in erster Linie zwischen Rat und ihr als Bürgermeisterin gegeben. „Da waren auch so manche Schläge, die selbst ein Kampfrichter im Boxen als Tiefschlag unterbrochen und mit einer Verwarnung geahndet hätte“, machte sie ihre Sicht deutlich. Sie vergaß nicht, ihre Mitarbeiter als fachlich versiert und einsatzfreudig zu loben, sich beim Kurdirektor Blome für die „absolut gute“ Zusammenarbeit zu loben, ihren Stolz auf die gut funktionierenden Einrichtungen wie Feuerwehr und Beiräte zu bekunden und schloss mit den Worten: „Mein Wunsch ist es..., „dass künftig noch mehr Vertrauen und Verlässlichkeit herrschen mögen. Nur dadurch wird es Ihnen gelingen, eine gute Arbeit zu leisten“. Ihrer Rede folge langanhaltender Applaus.

Sichtlich bewegt lobte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Watermann die scheidende Bürgermeisterin. „Sie haben Ihr Amt genutzt, um Stadt, Amt und Rat ein Gesicht zu geben.“ Besonders hob er ihren Einsatz für die Weltkulturerbebewerbung und den Stadtentwicklungsprozess hervor und wünschte sich, dass sie als Bürgerin Stadt und Region erhalten bleibe. Einer derjenigen, an deren Verlässlichkeit die Bürgermeisterin das eine oder andere Mal gezweifelt hatte, ist CDU-Chef Lars Diedrichs. Doch auch er, der mitunter mit harten Bandagen in der Auseinandersetzung mit ihr agiert hat, versagte ihr seinen Respekt nicht. Besonders lobt er ihren großen Einsatz, den sie nicht nur durch ihre große Präsenz bei Veranstaltungen in der Stadt und in politischen und außerpolitischen Gremien gezeigt habe. „Sie haben oft für Aufsehen gesorgt und sich immer für Anliegen einzelner Bürger eingesetzt“, stellte Christian Güse für die Fraktion FDP/Bürgersinn fest und fügte hinzu: „Eine Beruhigungspille waren sie nicht.“ Die Grünen schließlich bedankten sich mit dem Krimi „Das Pyrmont-Komplott“. Den Fraktionen schlossen sich zahlreiche weitere Redner an. Die Liste reichte von der Feuerwehr über die Beiräte und Schulen bis hin zum Holzhäuser Schützenverein und der jüdischen Gemeinde, deren Vertreter Roeder eine ausgezeichnete Zusammenarbeit bescheinigten.

An diesem Abend hatte nicht nur das Geschenk der Grünen Symbolkraft. Beim anschließenden Imbiss im Rathausfoyer war auch die Marke „Hasseröder“ im Angebot. „Damit durfte ich Sie schon vor acht Jahren begrüßen“, schmunzelte Elke Christina Roeder.

Abschiedsgeschenke: Elke Christina Roeder (2.v.li.) mit Thekla Holme (Präventionsrat), Marianne Weiland (Städtepartner), Annegret Webel (Seniorenbeirat) und Stadtbrandmeister Maik Gödeke (von links). uk

Die vollständige Rede Roeders steht im Internet unter dewezet



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