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Anforderungen an den Kurpark sind heute vielfältig, Erwartungen hoch

Nicht nur ein Ort der Ruhe

veröffentlicht am 16.09.2016 um 14:49 Uhr
aktualisiert am 10.10.2017 um 10:50 Uhr

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Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Kurparks sind nicht „nur“ gepflegte Grünanlagen mit alten Bäumen, Rasenflächen und bunten Blumen, sondern sie sind viel mehr. Sie sind ein Spiegelbild des Kurortes, sie wirken sich positiv auf die Psyche und damit auch auf die Erholung und Gesundheit aus. „Sie sind eine Fläche der Therapie und der Begegnung“, betonte Bad Pyrmonts Kurdirektor Maik Fischer vor Mitgliedern der „IG Kurpark“, die am Freitag in Bad Pyrmont tagte und in der 14 deutsche Heilbäder und Kurorte vertreten sind.

„Der Kurpark soll als gestalteter und gärtnerisch bewirtschafteter Park als Zone der Ruhe, der Kommunikation und mit Veranstaltungen zur Unterhaltung einen Anziehungspunkt des Kurortes bilden“, zitierte Birgit Rehse von der Bad Bevensen Marketing GmbH die entsprechende Begriffsbestimmung des Deutschen Heilbäderverbandes, der Qualitätsstandards für die 350 hochprädikatisierte Heilbäder und Kurorte wie Bad Pyrmont festgesetzt hat. „Unser Kurpark ist für unsere privaten Gäste der Hauptgrund Nummer eins, um nach Bad Pyrmont zu kommen“, machte Fischer deutlich. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen der Gäste. „Sie wollen Bewegung, Kommunikation, Besinnung, Ruhe, Anregung und Erholung in einem gepflegten Park“, machte Landschaftsarchitekt Wolfgang Wette aus Göttingen deutlich, der seit Jahren für das Staatsbad tätig ist.

Über eines sind sich die Experten mittlerweile einig: Im Kurpark erholen sich Menschen schneller, Begegnungen fallen leichter und Gespräche gehen tiefer, während man durch einen Park spaziert. „Die Kur ist eine heilsame Zeit in Gemeinschaft und gemeinsame Gespräche spielen eine große Rolle“, so Birgit Rehse. „Dafür ist ein Kurpark besonders geeignet.“ Dass das von den Kostenträgern auch monetär honoriert wird, ist eine Hoffnung Fischers.

Vorbei sind die Zeiten, in denen der Kurpark ein heiliger Ort war, der ausschließlich der Ruhe gewidmet war. Zurzeit arbeiten Fischer und seine Mitarbeiter sogar an einer Route für E-Mobile. Und dennoch bleibt der Kurpark auch ein Ort der Ruhe, „ein Rückzugsort für eine Kommunikation mit sich selbst“, so Rehse.

Alle in der IG Kurpark vereinten Kurorte haben ihren Anlagen einen eigenen Internetauftritt gewidmet und sind in den digitalen Medien aktiv. „Bilder aus Kurparks sind Renner in den sozialen Netzwerken“, berichtete Rehse.

Welche Risiken soziale Netzwerken neben den Chancen bergen, welche Sicherheitsaspekte bei Veranstaltungen eine Rolle spielen, welche Trends es in der Landschaftsarchitektur gibt und wie sich ein Bewegungsparcours in die Therapie einer klinischen Depression einbinden lässt, waren weitere Themen.

Nachgefragt bei Kurdirektor Maik Fischer.

Von wem wird der Pyrmonter Kurpark genutzt? Im Wesentlichen von unseren Kurgästen, entweder aus den Kliniken oder von unseren Privatgästen und natürlich auch von den Menschen aus der Region, die hier wohnen.

Kann oder sollte der Kurpark nicht noch mehr zur Begegnungsstätte für Einheimische gemacht werden? Zur Kurparkfläche gehört ja auch der Bergkurpark. Aber Sie haben recht. Wir machen uns auch Gedanken, wie wir den Kurpark selber noch mehr für unsere Einwohner und Menschen in der Region nutzen können. Ein Ansatz ist ein stärkerer Mehrwert der Jahreskurkarte. Natürlich sprechen wir intern auch darüber, ob wir den Park öffnen, aber wir halten diese Fläche von 16 Hektar für so schützenswert, um dort auch Eintritt zu nehmen.

Das Staatsbad hat viel Geld in den Kurpark investiert. Gibt es weitere Pläne? Noch in diesem Jahr wird der Erdbeertempel renoviert und ausgebaut. Dort soll eine Art Klanggarten mit einer Klanginstallation geschaffen werden. Für die nächsten Jahre sehe ich als Handlungsfeld den Bereich der Konzertmuschel. Ich könnte mir vorstellen, dass wir die starre Sitzordnung aufbrechen und loungige Bereiche für neue Formate wie Chillout-Abende schaffen, für die wir gerade Konzepte ausarbeiten. Insgesamt halte ich es für wichtig, den Bereich vom Brandenburger Tor bis zum Löwentor inklusive Konzertmuschel zu modernisieren und attraktiver zu gestalten. uk



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