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Die Pyrmonter Theater Companie ist nach der Hälfte der Spielzeit mit der „Gänsehaut“ sehr zufrieden

Nicht nur die Zahl der Förderer wächst

Bad Pyrmont. Halbzeit bei der Kriminalrevue „Gänsehaut“: Nach der Erstaufführung, die laut Theater Companie ihre insgesamt bestbesuchte Premiere war, und nach drei weiteren Vorstellungen zieht Theaterleiter Jörg Schade eine positive Zwischenbilanz – und gibt zugleich Gelegenheit zu einem Situationsbericht des Profi-Ensembles.

veröffentlicht am 07.08.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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„Bis jetzt haben wir, einschließlich einiger Vorbestellungen für die kommenden Abende, schon 2500 Karten verkauft. Es läuft also gut bis sehr gut. Allerdings haben wir auch einige Erfahrungen aus den bisherigen Jahren positiv umsetzen können“, sagt Schade. So wurde zum Beispiel das Kartensystem umgestellt, es gibt nur noch eine Preiskategorie, sodass alle Zuschauer die gleichen Chancen auf einen guten Sitzplatz haben. Und die zweite Vorstellung fand nicht schon einen Tag nach der Premiere statt, was sich laut Schade besuchermäßig stets als ungünstig erwiesen habe, sondern erst eine Woche später. „Irgendwie scheinen manche Interessenten erst einmal die Mund-zu-Mund-Reaktionen und Medienberichte nach der Premiere abzuwarten“, vermutet der Schauspieler.

Statt wie sonst elf Vorstellungen liefert die Companie dieses Mal „nur“ sieben, da die technischen Vor- und Nachbereitungen jeder Aufführung erheblich sind. Eine kompakte Kulisse, die Bühnenbildner ULBO übrigens geschickt und geldsparend aus Teilen des 2006 aufgeführten Musicals „Cabaret“ recycelt hat, und die für eine Musikproduktion notwendige Tontechnik machen den Auf- und Abbau aufwendiger als sonst. „Das können wir dieses Mal nicht allein stemmen, da hilft uns das City-Service-Team mit vier Leuten“, berichtet Schade.

Wenn dann noch eine andere Veranstaltung im Schlosshof auf dem Programm steht, so wie am Abend vor der Premiere das Konzert von Anna Depenbusch, sei zeitlich alles sehr eng getaktet, betont der Theaterchef. Dieser logistische Aufwand sei auch einer der Gründe, warum die Theater Companie mit ihrer Produktion nicht durchs Land tourt, wie öfter nachgefragt wird. Ein anderer: „Das Gastspielgeschäft insgesamt in der Theaterbranche ist stark eingebrochen. Außerdem finden wir, die Leute sollen nach Bad Pyrmont kommen und nicht wir zu ihnen“, sieht Jörg Schade sein Ensemble auch als Teil der Wirtschaftsförderung für den Ort.

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  • Wie einst August Pichler: Jörg Schade in seiner aktuellen Paraderolle.

Dass der eifrige Förderverein der Theater Companie (Schade: „Ohne diese solidarische Unterstützung im Hintergrund könnten wir manches nicht verwirklichen“) inzwischen auf stattliche 282 Mitglieder angewachsen ist und bei jeder Vorstellung neue dazugewinnt, freut die Künstler besonders. So wie einst der Schauspieler, Theaterdirektor und Erbauer des Kurtheaters August Pichler (1771-1856) sehen auch seine Nachfolger ihr Publikum ganz wesentlich in der hiesigen Bevölkerung. „Und da kommt viel zurück“, hat Schade erfahren. „Das merken wir bei lokalen Bezügen wie dem Pyrmontlied am Ende der ,Gänsehaut‘ oder auch bei dem gedrehten Video: Die Pyrmonter können über sich selbst und ihren Ort lachen. Und viele der Zuschauer sehen die Companie längst als ihr Theater an.“

Weitere Vorstellungen von „Gänsehaut“ gibt es am 9., 16. und 23. August, jeweils um 19.30 Uhr im Schlosshof.



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