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Körtner fordert Gesamtkonzept für Oesdorfer Friedhof / Bodecker kritisiert bisherige Untätigkeit der Politik

„Nicht geahnt, dass dort Menschen liegen“

Bad Pyrmont. Der Zustand des Oesdorfer Friedhofs beschäftigt nun auch die Pyrmonter Politik. Die CDU-Fraktion hat bei Bürgermeister Klaus Blome eine Besichtigung der Anlage durch den Bauausschuss beantragt. „Wir wollen keine Schnellschüsse, aber wir wollen, dass dort gehandelt wird“, fordert die Fraktionsvorsitzende Ursula Körtner. „Ich kann kein Konzept erkennen, und darum wollen über die Arbeit dort informieren lassen.“

veröffentlicht am 07.04.2015 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:41 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich kilian
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Der Seniorenbeirat hat ein fehlendes Konzept für den Friedhof bemängelt und sich für die Ausweisung von freien Flächen für anonyme, halbanonyme und Baumbestattungen ausgesprochen (PN vom Samstag). Laut Körtner hatte sich der Vorstand der CDU bereits im Dezember mit dem Zustand der Anlage beschäftigt und die Fraktion gebeten, das zum Thema zu machen. „Wir hören immer wieder von Pyrmontern, dass der Friedhof in einem wenig geordneten und damit auch gefährdeten Zustand ist“, pflichtet Körtner der Vorsitzenden des Seniorenbeirates, Annegret Webel, bei. Durch die abschüssige Lage gibt es an vielen Stellen Absackungen der Steinmauern und Grabbefestigungen“, so die Fraktionsvorsitzende. Problematisch sei auch die Situation der anonymen Grabstellen. „Ich war entsetzt, als ich das Foto in der Zeitung von einer dieser Grabflächen gesehen habe. Ich habe nicht geahnt, dass dort Menschen liegen“, so Körtner, für die es an einer Gesamtkonzeption mangelt. Sie möchte, dass der Bauausschuss sich einen Gesamtüberblick verschafft und zu der Ortsbesichtigung auch die Vertreter der Gärtnereibetriebe und den Leiter des Bauhofes einlädt. „Wir wollen keine Schuldzuweisungen machen, sondern uns über den Istzustand informieren, um dann gegebenenfalls über weitere Maßnahmen, Veränderungen oder Verbesserungen zu befinden.“ Ob dazu auch eine Vergabe der Pflege in private Hände gehöre, wie es immer wieder einmal gefordert worden ist, könne sie noch nicht sagen.

Für Hans-Herbert Webel, Sprecher der SPD im Bauausschuss, kommt der Antrag der CDU zu spät. „Wir sind schon einen Schritt weiter“, stellt er fest und bezieht sich dabei auf die Entscheidung des Rates, ohnehin einen Friedhofsarbeitskreis einzurichten, den die Fraktion von Bürgersinn/FDP beantragt hatte. „Das Thema ist dort sinnvoller aufgehoben, als im Bauausschuss“, meint er. Einig ist er sich mit Körtner darin, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

„Der Friedhofsarbeitskreis soll sich mit den unterschiedlichen, zeitgemäßen Bestattungsformen auseinandersetzen“, gibt Körtner zu bedenken. „Uns geht es aber um den Gesamtzustand des Oesdorfer Friedhofs und ich hoffe dabei auf die Einigkeit der Politik.“

Dem früheren Vorsitzenden des Seniorenbeirats, Hans-Georg von Bodecker, macht die Anlage schon sehr lange Sorgen. „Der Friedhof hat einen beispielslosen Niedergang erfahren“, kritisiert er und nimmt auch die Politik nicht aus. „Die Ratsvertreter haben sich lange Zeit nicht dafür interessiert. Und als sie das taten, da ging es um die Erhöhung der Friedhofsgebühren.“ Immerhin tue sich dort seit einigen Monaten etwas. „Die Stadt hat einen jüngeren Mann eingesetzt, der sehr engagiert arbeitet“, lobt er. „Glücklicherweise kann dieser Mitarbeiter weiterarbeiten“, bestätigt auch Friedhofsgärtner Horst Hänning. Bodecker würde es freuen, wenn jetzt Bewegung in die Angelegenheit käme, denn das sei schon seit vielen Jahren sein Wunsch. Doch Illusionen macht er sich nicht und führt das auch auf die frühere Bürgermeisterin Bad Pyrmonts zurück. „Was Frau Roeder acht Jahre lang versäumt hat, das wird man jetzt nicht in drei Monaten aus dem Ärmel zaubern können.“

Der Oesdorfer Friedhof ist auch ein Kulturdenkmal. Hier haben viele namhafte Pyrmonter ihre letzte Ruhestätte gefunden, manche dieser Gräber sind aufwendig gestaltetuk



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