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Experten schlagen Alarm: Stadt sperrte gestern die Bad Freienwalder Brücke für den gesamten Verkehr

Nicht einmal Fußgänger sind noch zugelassen

Bad Pyrmont (uk). Gestern ist eingetreten, was sich schon länger abgezeichnet hat. Die sanierungsbedürftige Bad Freienwalder Brücke ist nach Meinung von Experten den Belastungen des Straßenverkehrs nicht mehr gewachsen. Am Montagvormittag ordnete Bürgermeisterin Elke Christina Roeder die Vollsperrung des mehr als 100 Jahre alten, denkmalgeschützten Bauwerks an.

veröffentlicht am 20.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 03:21 Uhr

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Es war ein radikaler Schritt, zu dem sich die Bürgermeisterin entschloss. Nicht nur Fahrzeuge, sondern auch Radfahrer und Fußgänger dürfen die Brücke nicht mehr befahren beziehungsweise betreten. Vergangenen Freitag hatten Mitarbeiter des Ingenieurbüros Löwe aus Hildesheim erneut die an der Brücke gesetzten 13 Rissmarken überprüft und noch am Sonntag Alarm geschlagen. Die Schädigung der Bausubstanz durch die Witterungseinflüsse habe seit der letzten Überprüfung im Januar erheblich zugenommen, zitierte die Stadt gestern das Büro. Das Bauwerk sei daher nicht mehr in der Lage, die auftretenden Belastungen sicher aufzunehmen und eine Abschätzung der noch vorhandenen Resttragsicherheit sei nicht mehr möglich. Mit andern Worten: Die Brücke sei einsturzgefährdet.

Im Mai vergangenen Jahres hatte die Verwaltung zur Entlastung der Brücke eine einspurige Verkehrsführung angeordnet, seit Juli 2009 dürften dort nur noch Fahrzeuge fahren, die nicht schwerer als 3,5 Tonnen sind.

Erst Anfang dieses Monats hatte sich der Bauausschuss einstimmig darauf festgelegt, mit der sogenannten „Flugzeugträgervariante“ in das Planfeststellungsverfahren zu gehen, mit dem der fast völlige Neubau der Brücke auf den Weg gebracht werden soll. Beschleunigt werde das Planfeststellungsverfahren durch die neue Situation nicht, so die Auskunft von Hans-Joachim Böhnke vom Baudezernat der Stadtverwaltung. „Wir werden die endgültigen Planunterlagen im April abgeben und können dann nur hoffen, dass der Landkreis das Verfahren schnellstmöglich abschließt.“ Bei der nächsten Überprüfung der Brücke Anfang Mai soll festgestellt werden, ob sich das Bauwerk selber trägt, wenn es den Belastungen des Straßenverkehrs nicht mehr ausgesetzt ist. Sollte das der Fall sein, so Böhnke, könnte die Brücke möglicherweise für Fußgänger und Radfahrer wieder freigegeben werden.

Offen war gestern noch, wie der Verkehr in Bad Pyrmont während der Sperrung gelenkt wird. Damit will sich heute die Verkehrskommission des Landkreises befassen.



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