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Stadt und Verein beraten sich

Nicht die erste Chaosfahrt auf dem Hagener Sportplatz

HAGEN. Am Donnerstag haben Vertreter von Germania Hagen und der Stadt gemeinsam beratschlagt, was sie gegen die tiefen Spuren auf dem Hagener Sportplatz tun können. Platzwart Sascha Sender berichtete dabei, dass Unbekannte schon zwei- oder dreimal auf dem Platz unterwegs waren - dieses Mal gleich mit zwei Autos.

veröffentlicht am 01.11.2018 um 17:44 Uhr
aktualisiert am 02.11.2018 um 10:56 Uhr

Fassungslos stehen Vertreter von Stadt und Verein vor den tiefen Spuren der Autos: Gärtnermeister Rolf Müller berät am Donnerstagmittag mit Sascha Sender, Andreas Giebel und Robert Lippert (von rechts), was getan werden kann, um den Fußballplatz für
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Fahren denn nur noch Vollpfosten durch die Gegend“, ruft Marcus „Locke“ Loges erschrocken aus, als er sieht, was Unbekannte auf dem Fußballplatz von Germania Hagen angerichtet haben. Der Co-Trainer der ersten Herrenmannschaft ist fassungslos und wütend. „Wer tut denn so etwas?“ Ihm geht es nicht anders als den anderen Vereinsvertretern, die sich am Donnerstag auf dem Sportplatz trafen, um zu beratschlagen, wie es weitergeht.

Kurz zuvor hatte Oberkommissar Andreas Thielecke Abdrücke der Reifenspuren genommen. „Die helfen aber nur weiter, wenn wir einen Tatverdächtigen mit seinem Auto haben, dann können wir die Spuren zweifelsfrei zuordnen“, sagt er. Er geht davon aus, dass gleich zwei Autos in der Nacht zum Mittwoch auf dem Platz unterwegs waren. Doch Hinweise auf einen oder mehrere Tatverdächtige gebe es bislang nicht, berichtete der Leiter des Kriminalermittlungsdienstes der Pyrmonter Polizei, Kriminalhauptkommissar Andreas Zoch, am Donnerstagmittag. „Wir hatten deswegen nicht einen Anruf, das wundert mich schon.“

„Ich hoffe, dass sie ihn kriegen“, sagt später auf dem Platz Robert Lippert, verantwortlich für die Fußballsparte der Germanen. Gelingt der Polizei das, dann hätte die Stadt als Eigentümer der Sportanlage, die ein wenig außerhalb Hagens liegt, theoretisch jemanden, der für den Schaden aufkommen müsste. Ob der nun wirklich bei 10 000 Euro liegt, wie eine erste Schätzung vom Mittwoch lautete, ist nicht klar. Wenn die Stadt damit eine Firma beauftrage, dann könne das richtig Geld kosten, meint Gärtnermeister Rolf Müller vom städtischen Bauhof, der gemeinsam mit Andreas Giebel vom städtischen Immobilienmanagement auf den Hagen gekommen ist, um mit dem Vereinsvertreter zu klären, was nun getan werden kann, um den Platz so herzurichten, dass dort am Sonntag Fußball gespielt werden kann. Erwartet wird Preussen Hameln. Doch Geld hat die Stadt nicht und es muss schnell gehen. Mit möglichst vielen freiwilligen Helfern will der Verein darum nun doch versuchen, die tiefen Furchen, die die Autos verursacht haben, zu füllen. Müller will dafür sorgen, dass am Freitag eine Walze zum Einsatz kommt, um die Oberfläche so gut es geht zu glätten. Später könne man sich dann ja noch einmal intensiver um den Rasen kümmern, meint er. Nach dem 11. November ist erst einmal Winterpause bis März.

Oberkommissar Andreas Thielecke nimmt Abdrücke der Reifenspuren. Foto: uk

Ob die Sofortmaßnahmen Erfolg haben, ist fraglich. Das hängt vom Ergebnis der Bemühungen ab. Am Ende hat aber der Schiedsrichter das letzte Wort. „Wenn der sagt, das ist zu gefährlich für die Spieler, dann war es das“, so Lippert. Zur Not könnte das Spiel auch auf dem B-Platz ausgetragen werden. Doch der Verein befürchtet, dass das einige Hundert Euro Einnahmeverluste bedeutet, weil die Besucher nicht bereit sein könnten, ihre Getränke und Bratwürste im Sportheim am A-Platz zu kaufen.

Nicht zum ersten Mal waren Autos auf den beiden Plätzen unterwegs. „Das ist schon zwei- oder dreimal passiert, aber nie mit so gravierenden Folgen“, berichtet Platzwart Sascha Sender. Besonder ärgerlich: Gemeinsam mit Lippert hatte er sich viel Mühe gegeben, den Rasen durch den extrem trockenen Sommer 2019 zu bringen. Mit Erfolg: Der A-Platz der Germanen gilt unter Fußballkennern als einer der besten im Fußballkreis. „Und nun das“, seufzt er.

Wiederholen soll sich so etwas jedenfalls nicht. Mit Sperren soll künftig die Zufahrt auf den Platz verhindert werden. Auch das ist ein Ergebnis des Treffens vom Donnerstag.



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