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Die Hortkinder vom Schulzentrum erobern ihr neues Domizil

Neustart in der ehemaligen Pestalozzi-Schule

BAD PYRMONT. Es ist ein unruhiger Morgen. „Heute kommen eine ganze Reihe Neue“, sagt Birgit Hartmann. Sie ist die erfahrene Seele des Kinderhorts „Panama“ des evangelisch-lutherischen Kindertagesstätten-Verbandes, der bislang am Schulzentrum oberhalb der Sporthalle an der Humboldtstraße untergebracht war. An diesem ersten Augusttag werden jedoch nicht nur neue Kinder erstmals diese Betreuungsstätte in der ehemaligen Pestalozzi-Schule aufsuchen, sondern auch die mit dem Hort erfahrenen Kinder. Denn auch für sie ist dies ein Neustart.

veröffentlicht am 03.08.2018 um 12:25 Uhr

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Klaus Titze Reporter
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Ab jetzt werden sie nicht, wie in dem Gebäude am Schulzentrum, über mehrere Stockwerke verteilt die Horträume nutzen, sondern nahezu die gesamte obere Etage im Pestalozzi-Kinderhaus, wie die Einrichtung zukünftig heißen soll, zur Verfügung haben. Mit 16 Neustartern werden es dann 58 Kinder sein, die nach ihrem Schulbesuch engagierte Erzieherinnen im Hort betreuen. „Wo sind denn hier die Toiletten“, oder „wo finde ich denn meinen Tiger-Enten-Raum“, sind wichtige Fragen der Knirpse, während ihre Eltern Formalien abwickeln müssen und andere Kinder bereits den Kicker im Eingangsbereich umzingeln.

„Idealerweise befindet sich in diesem Gebäude neben dem Hort auch die Kindertagesstätte im Erdgeschoss“, sagt Ulrike Heinrichs, Erzieherin und Heilpädagogin und vom Träger beider Einrichtungen (Hort und Kita), dem evangelisch-lutherischen Kindertagesstätten-Verband, mit der Gesamtleitung beauftragt. „Und mit der Zustimmung des Verbandes soll in diesem Haus ein Familienzentrum entstehen“, ergänzt sie weiter, während sie erste Einblicke in die dem Hort zur Verfügung stehenden Räume gewährt. Dazu gehören neben drei Gruppenräumen für die Tiger-Enten, Igel und Frösche auch ein Bauraum, in dem mit reichlich interessanten Materialien der Fantasie freien Lauf gelassen werden kann.

Ein Ruhe- oder auch Musikraum, in dem sogar ein Akkordeon ins Auge fällt und dem angstfrei von Kindern Töne entlockt werden, kann gruppenübergreifend ebenso von den Kindern genutzt werden wie ein Gemeinschaftsraum und ein Küchen- und Essbereich. „Den Hortkindern wird von der Detmolder Firma „Exclusiv Catering“ direkt aus der Küche der Bad Pyrmonter Fürstenhofklinik das Essen bereitet und geliefert. Allein dieses Erleben des gemeinsamen Essens ist für die Kinder prägend“, weiß die Leiterin.

Ulrike Heinrichs. Foto: ti
  • Ulrike Heinrichs. Foto: ti

Für das anvisierte Familienzentrum hat Ulrike Heinrichs jede Menge Ideen, wie die große Eingangshalle, Nebenräume im Obergeschoss und auch der große Außenbereich genutzt werden könnten. „Dazu möchten wir in einem offenen Bereich auch den Eltern eine ungezwungene Begegnung und der Kommunikation schaffen, denn sie sind die Experten ihrer Kinder für deren Bedarfe“, lässt sie ihren Gedanken freien Raum. Ihr sei aufgefallen, dass Eltern oft in der großen Halle verweilen und miteinander ins Gespräch kommen, und dies könne man doch ungezwungen nutzen. Auch sei diese Eingangshalle für ein offenes Spieleangebot geeignet. Dabei habe sie auch Kinder aus der Umgebung im Blick, die weder die Kita noch den Hort besuchen.

Ebenso böten sich zur Zeit noch kaum genutzte Räume im oberen Bereich für Beratungsangebote Externer an, zum Beispiel für Informationen der Diakonie zu Mutter-Kind-Kuren, Informationen über Entwicklungsphasen der Kinder oder Erste Hilfe am Kind, um nur wenige Beispiele zu nennen.

Darüber hinaus freut sie sich über die Nähe zur Holzhäuser Grundschule, die über eine Lehrküche verfügt. „Vielleicht entwickelt sich auch hier eine Kooperation“, zeigt sich die Leiterin optimistisch. So darf man wirklich gespannt sein, wie sich in der Zukunft dieses Pestalozzi-Kinderhaus als neues Kinder- und Familienzentrum in Holzhausen entwickeln wird.



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