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Pyrmonter CDU kann sich dennoch über viele Gäste freuen / Körtner schlägt Wahlkampftöne an

Neujahrsempfang ohne Feuerwehr

Bad Pyrmont. Es waren viele Gäste zum Neujahrsempfang der Pyrmonter CDU gekommen, und doch fehlten diesmal in den Reihen die dunkelblauen Uniformen der Feuerwehr. Noch hält der Ärger über die Planungskosten für ein gemeinsames Feuerwehrhaus für die Ortswehren von Bad Pyrmont und Holzhausen an. Und obwohl es bei dem Empfang traditionell um die Würdigung des Ehrenamtes ging, zeigte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Dirk Wöltje Verständnis für die Haltung der Feuerwehr. Sie habe angekündigt, zu keinem Neujahrsempfang zu gehen, ließ er die Gäste wissen. Wöltje zeigte sich aber zuversichtlich, dass der Streit schon bald beigelegt werden könne.

veröffentlicht am 06.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 00:41 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Auch Ursula Körtner betonte als Stellvertreterin des CDU-Fraktionsvorsitzenden Lars Diedrichs den Respekt der CDU für die Arbeit der Feuerwehr und versicherte sie der vollen Unterstützung des Rates mit lediglich einer Einschränkung: „Im Rahmen des Möglichen.“ Und da die Stadt in den nächsten Jahren eben nicht mehrere Millionen für eine neue Feuerwehrwache aufbringen könne, wären aktuelle Planungen für die Tonne. „Denn bis wir die uns die leisten können, sind wieder andere Vorschriften zu berücksichtigen.“

Neben Diedrichs, der seinen Familienurlaub schon vor seiner jüngsten Ratskarriere gebucht hatte, fehlte auch dessen Vorgänger Udo Nacke, der sich wegen anderer Verpflichtungen entschuldigen ließ. Dafür durfte Dirk Wöltje die CDU-Landtagsabgeordnete Petra Joumaah und den CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Vietz im Sportlerheim an der Südstraße begrüßen, die ebenso wenig eine Rede hielten wie der anwesende designierte Bürgermeisterkandidat der CDU, Klaus Blome. „Er ist zwar unser Kandidat, aber noch nicht offiziell bestätigt“, erklärte Wöltje, der sich auch über den Besuch von Kurdirektor Heinz-Hermann Blome und Bürgermeisterin Elke Christina Roeder (SPD) freuen durfte.

Und Letztere durfte sich anhören, wie Körtner direkt in den Bürgermeisterwahlkampf einstieg, auch wenn sie viele nur andeutete. Sie erinnerte an ein aus Sicht der CDU aufreibendes und gelungenes Jahr 2013: „Wir haben politisch vieles nach vorne gebracht. Aus zögerlichem Handeln wurden Entscheidungen.“ Beim einzigen Mal, bei dem sie die Bürgermeisterin direkt ansprach, unterstrich Körtner, dass die CDU die Bewerbung um das Weltkulturerbe unterstützt habe. Und mit dem Blick auf das neue Jahr forderte sie: „Wir brauchen Mut, Gestaltungswillen und Disziplin, denn wir haben kein Geld.“ Das sei zwar ärgerlich und auch nicht pyrmontspezifisch, aber es sei vordringlich, eine gesunde Mischung zwischen Konsolidierung, Investition und Modernisierung zu erreichen, um Bad Pyrmont lebens- und liebenswert zu erhalten, zitierte sie eine frühere Äußerung von Klaus Blome.

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Drei wesentliche Problemzonen machte die CDU-Politikerin aus: „Das Humboldt-Gymnasium, ohne das wir als Stadt und Staatsbad einpacken können, den Brandschutz in der Orientierungsstufe und die Bad Freienwalder Brücke.“ Und als Widersacher den Landkreis: „Vom kommunalen Entlastungsprogramm, das vom Land aufgelegt wurde, hat der Landkreis schon 12 Millionen Euro bekommen, 2 soll es noch geben. Und die Kommunen, für die das Geld gedacht war, haben bislang nicht einen Cent davon gesehen.“ Die übliche 50-prozentige Beteiligung des Kreises an den Neubaukosten für das Humboldt-Gymnasium seien immer noch nicht zugesagt, ebenso wenig die 75-prozentige Beteiligung an der Brandschutzsanierung in der Orientierungsstufe. Körtner warnte davor, zu glauben, dass Bad Pyrmont besser gestellt sei, wenn es die Schulträgerschaft an den Landkreis abgebe. Der finanziere dann zwar den Neubau, werde aber die Kreisumlage anheben. „Der Bau ist irgendwann abbezahlt, eine höhere Kreisumlage aber wird nie wieder zurückgenommen.“ Darum sei die Bürgermeisterin auf Antrag der CDU beauftragt worden, mit dem Kreis um die Beteiligung zu verhandeln: „Und zwar nicht ergebnisoffen. Wir haben ein Recht auf die Kostenbeteiligung.“

In seiner Ansprache hatte Wöltje zuvor vor allem denen gedankt, dis sich ehrenamtlich in Vereinen und Verbänden engagieren und insbesondere auch deren Angehörigen für das, was sie auf sich nähmen.

Auch Bürgermeisterin Elke Christina Roeder war der Einladung der CDU gefolgt. Hier traf sie erstmals auf ihren künftigen Kontrahenten Klaus Blome.

Im regen Austausch: Ursula Körtner (li.) und ihre Nachfolgerin als Landtagsabgeordnete,

Petra Joumaah.yt



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