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Warum die offene Töpferei in Bad Pyrmont eine gute Idee war

Neugierig auf Märzenbecher

Bad Pyrmont (jl). Wie Märzenbecher aussehen, weiß eigentlich jeder. Doch was ist, wenn die Frühblüher zum Vorbild für Geschirr-Becher werden? „Die sind einfach schön“, sagt eine Besucherin und fixiert die vielen zarten Gefäße, die auf einem Holztisch im Zentrum des Keramikateliers in der Pyrmonter „Salzkothe“ arrangiert sind. Dann nimmt sie eines der in Weiß und zartem Graugrün glasierten Unikate zur Hand und streichelt seine glatte, seidenmatte Oberfläche.

veröffentlicht am 13.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 03:41 Uhr

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Dass diese Feinsteinzeug-Märzenbecher ganz ohne Inhalt oder auch nur mit einem Häufchen Moos bestückt absolut stimmig gelungene Objekte sind, erschließt sich auf den ersten Blick. Dass auch ein Gewürz-Apfelmost daraus schmeckt, erfährt so gut wie jeder Neugierige, dem Charlotte Ploenes und Brigitte Preuß die heiße Köstlichkeit in der Salzkothe servieren.

Etwa 130 der dünnwandigen Kreationen haben die beiden Keramikermeisterinnen eigens für ihre erste Teilnahme am mittlerweile siebten bundesweiten „Tag der offenen Töpferei“ geschaffen. Und sie wissen schon jetzt: An der Aktion werden sie wieder teilnehmen. „Wir wollten Neugierde provozieren“, sagt Charlotte Ploenes. „Und wir sind total froh darüber, dass uns das gelungen ist.“ Denn die beiden Fachfrauen wurden mit Fragen nur so gelöchert.

An zwei Tagen kamen nicht nur treue Kunden und auswärtige Keramik-Fans, sondern auch ganz junge Leute. Ein paar von ihnen ließ Charlotte Ploenes an ihrer alten, im Laden aufgebauten Scheibe drehen. Und die Jugendlichen stellten fest: „Das ist viel schwerer als es aussieht.“ Denn die Arbeit an der rein mechanisch mit dem Fuß angetriebenen Handscheibe erfordert vollen Körpereinsatz ebenso wie absolute Präzision. Jede falsche Fingerbewegung überträgt sich als Beule oder Delle in den weichen Werkstoff – was Charlotte Ploenes natürlich nicht passiert. Während ihre Hände einen Tonklumpen zu einem neuen Glockenbecher formen, gibt sie aber zu: „Ich freue mich schon wieder auf meine elektrisch betriebene Scheibe.“

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  • Voller Körpereinsatz: Charlotte Ploenes dreht in der Galerie.


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