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Nacke deutet vor Parteibasis unter Verweis auf Gutachten möglichen Wechsel an

Neuer Planer für das Gymnasium?

Bad Pyrmont (HW). „Wir haben mit Bürgersinn und FDP zwei Partner gefunden, mit denen wir eine solide Mehrheitsgruppe bilden, die auch Bestand haben wird.“ CDU-Fraktionschef Udo Nacke kündigte bei der Mitgliederversammlung der Pyrmonter Christdemokraten im Hotel „Bergkurpark“ eine „Politik für den Bürger“ an. „Wir wollen kein Defizit verwalten, sondern offensiv Kommunalpolitik betreiben“, sagte der Löwenser, um sodann mit seinen Ankündigungen zum Humboldt-Gymnasium die Katze aus dem Sack zu lassen.

veröffentlicht am 18.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 06:21 Uhr

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„Es gibt durchaus Möglichkeiten, aus dem Generalplanervertrag herauszukommen“, sagte Nacke und fügte hinzu: „Die energetische Sanierung des Gymnasiums muss endlich umgesetzt werden. Wir haben einen Planer an der Hand, der uns in der Sache voranbringen kann.“

Nähere Einzelheiten wollte der Christdemokrat aber vor der Parteibasis nicht nennen. Er kündigte vielmehr an, dass die Öffentlichkeit „zeitnah“ informiert werden solle. Allerdings konnte sich der Fraktionsvorsitzende einen Seitenhieb auf die Verwaltung nicht verkneifen: „Ich bezweifle, dass es glücklich war, das Ganze über einen so langen Zeitraum in der Hand der Bürgermeisterin und des Baudezernenten zu belassen. Wir werden jetzt mit Nachdruck und mit Druck versuchen, die Sanierung umzusetzen.“

Auf Nachfrage konkretisierte Nacke gestern seine bei der CDU-Mitgliederversammlung gemachten Ausführungen und berief sich auf ein interfraktionelles Gespräch, bei dem ein entsprechendes Konzept nebst möglichen Planungsvarianten vorgestellt worden sei. „Es war sehr interessant, neue planbare Zahlen für eine Sanierung zu bekommen, die zudem in einem festen Angebot münden können“, erklärte er. Zudem sollte die Aufsicht künftig bei dem Planungsbüro liegen, das sich durch Maßnahmen beim Landkreis für diese Aufgabe empfohlen habe. Nacke betonte, dass es sich dabei nicht um ein Pyrmonter Büro handele, merkte aber an: „Die Verwaltung wäre dann weitgehend außen vor.“

Der Fraktionsvorsitzende verwies jedoch darauf, dass zuvor erst einmal das bei einem Fachanwaltsbüro in Auftrag gegebene Gutachten über einen Ausstieg aus dem Generalplanervertrag abgewartet werden müsse. Aber Nacke unterstrich noch einmal: „Es scheint durchaus möglich, herauszukommen.“

Weitere Einzelheiten wollte der CDU-Politiker auch gestern nicht nennen. „Wir werden über die im interfraktionellen Gespräch vorgestellten Konzepte am Donnerstag nächster Woche im Verwaltungsausschuss beraten und entscheiden. Anschließend werden wir die Öffentlichkeit informieren“, sagte er.

Des Weiteren nannte Nacke vor der Parteibasis die Modernisierung des Brandschutzes an der ehemaligen Orientierungsstufe für rund 1,8 Millionen Euro sowie die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes als „aktuell dringlichste Aufgaben“. Bei der weiteren Schulinvestition rechnet der Fraktionschef mit Fördermitteln, den geplanten Kreisel vor dem Bahnhof bezeichnete er als „Entree, das uns als Staatsbad in gutem Licht erscheinen lässt“.

Auch zu der wegen zweier Todesfälle nicht verschobenen Ratssitzung bezog Nacke noch einmal Stellung. „Die Verantwortung übernehme ich und dazu stehe ich“, betonte er. Es habe mit Entscheidungen zum Haushalt sachliche Gründe gegeben, die Sitzung nicht zu verschieben: „Die Entscheidung war auch für uns nicht einfach. Es war ein schwerer Tag.“

Nicht auf das Thema „Christian Wulff“ angesprochen werden wollte Ursula Körtner. „Ich habe dazu alles gesagt, es gibt Wichtigeres in unserem Land“, sagte die Landtagsabgeordnete der CDU unter Beifall und attestierte der niedersächsischen Landesregierung eine „geräusch- und reibungslose Arbeit mit guten Ergebnissen“.



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