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Der Recyclinghof der AIBP hat mit Stefan Brandt seit dem 1. Oktober einen neuen Betriebsleiter

Neuer Mann fürs Management und soziale Arbeit

Bad Pyrmont (uk). Im Recyclinghof der Initiative „Arbeit und Integration Bad Pyrmont“ (AIBP) hat Stefan Brandt das Sagen. Er hat zum 1. Oktober die Nachfolge von Jörg Banning angetreten, zumindest in dessen Eigenschaft als Betriebsleiter. Der 41-Jährige gebürtige Rintelner, der die letzten drei Jahre in Hameln als Diakon und Notfallseelsorger für Polizisten und Feuerwehrleute gearbeitet hat, ist für den sozialen Wirtschaftsbereich zuständig.

veröffentlicht am 07.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 12:41 Uhr

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Banning, der seit fast vier Jahren auch Geschäftsführer der AIBP war und mit einigen Projekten in der Öffentlichkeit von sich reden gemacht hatte, hat Bad Pyrmont verlassen und sich in Cuxhaven eine neue Stelle gesucht. Thorsten Fullroth, Vorsitzender der AIBP, bestätigte auf Anfrage den Wechsel im Leitungsteam. Unter acht Bewerbern fiel die Auswahl auf Brandt. Er komplettiert jetzt das Leitungstrio, zu dem seit Mai dieses Jahres auch Ralf Gehring gehört, der für Finanzen, Controlling und die Projektentwicklung zuständig ist. Dass Brandt anders als sein Vorgänger Banning nicht als Geschäftsführer eingesetzt wird, erklärt Fullroth mit einer Umstrukturierung der AIBP. Einzige Vereinsgeschäftsführerin bleibt Marita Kalmbach-Ließ, Gehring hat laut Fullroth Vereinsprokura.

Von dem Trio erwartet der Vorsitzende, dass es „die Ärmel aufkrempelt“ und seine unterschiedlichen Aufgaben fein abstimmt.

Brandt, der bislang als Diplom-Religionspädagoge in der Erwachsenenbildung der evangelischen Kirche gearbeitet, aber auch mit Familienberatung, Heimleitungen und Sozialmanagement Erfahrungen hat, sieht sich gut gerüstet für seine neue Aufgabe, verbinde sie doch betriebliches Denken mit der sozialen Arbeit am Menschen. „Und das ist für mich auch besonders wichtig“, betont er.

Brandt ist nicht nur Ansprechpartner für soziale Fragen, sondern auch Chef von 20 Mitarbeitern. Sie kümmern sich um den sozialen Möbeldienst, den Umzugsservice, den Glascontainer-Reinigungsdienst in Bad Pyrmont, die Entrümpelungen und die „wertstoffschonenden Baunebentätigkeiten“, um sich möglichst über den zweiten für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Brandt ist auch für die Kalkulation, die Akquisition und Präsentation der „Second Hand Börse“ in Bad Pyrmont und das Hamelner Second-Hand-Kaufhaus „Der Zweite Markt“ verantwortlich, die zusammen jährlich gut 20 000 Euro Umsatz machen. Insgesamt bietet die AIBP zurzeit etwa 120 Arbeitsgelegenheiten im Ein-Euro-Einsatz.

„Wir müssen wirtschaftlich so kalkulieren, dass wir keine roten Zahlen schreiben und langfristig unser Überleben sichern“, beschreibt der neue Betriebsleiter das Ziel seiner Aufgabe. „Denn nur so können wir unserem Auftrag gerecht werden, für die bestmögliche Reintegration unserer Beschäftigten garantieren.“

Brandt weiß, dass die Arbeit des Recyclinghofes von heimischen Handwerkern und Dienstleister durchaus mit Argwohn beobachtet wird, die einen unfairen Wettbewerb fürchten, weil die AIBP mit öffentlichen Geldern gefördert wird. „Diese Sorge ist unbegründet, denn wir haben durch das Sozialgesetzbuch genaue Vorgaben, wie wir arbeiten dürfen“, versichert der Betriebsleiter.

Stefan Brandt (links) ist als neuer Betriebsleiter auch für die „Second Hand Börse“ in Bad Pyrmont zuständig, Ralf Gehring gehört schon seit Mai dieses Jahres zum Führungstrio der AIBP.

Foto: uk

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