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Es gibt noch viel zu tun, aber das Staatsbad als neuer Hausherr kümmert sich um seine Mieter

Neue Zeiten in der Wandelhalle

Bad Pyrmont. Der Springbrunnen in der Wandelhalle plätschert wieder, die Bepflanzung samt Kübel ist einheitlich, die Schilder an einer Litfaßsäule konzentriert und ein Reinigungsdienst kümmert sich um die Sauberkeit des Gebäudes. Das sind erste sichtbarn Zeichen, dass sich hier etwas getan hat, seitdem das Staatsbad Pyrmont wieder Hausherr in der Wandelhalle ist. Doch es gibt noch einiges zu tun. „So wie wir uns das vorstellen, ist es noch nicht“, so Kurdirektor Heinz-Hermann Blome, der als Geschäftsführer der landeseigenen Staatsbad Pyrmont GmbH gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin Angela Pede versucht, die Immobilie zu dem zu machen, was sie einmal war: die Visitenkarte der Kurstadt.

veröffentlicht am 06.08.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:21 Uhr

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Autor:

Hans-Ulrich Kilian und Carlhermann Schmitt
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Nach einigen Jahren unter der Regie der Postbank, die die Wandelhalle nach der Insolvenz der „Dr. Held & Möllendorf GmbH“ in der Zwangsverwaltung führte und die sich bei den Pächtern alles andere als beliebt machte, weht nun ein neuer Wind. „Wir haben einen Notdienst eingerichtet, den die Mieter auch am Wochenende erreichen können, wenn etwa der Strom ausfällt oder es Probleme mit der WC-Anlage gibt“, berichtet Angela Pede.

Die hat es in der Vergangenheit des Öfteren gegeben, nicht zuletzt wegen ihres Erscheinungsbildes. Und nicht nur das: Es ist vor allen Dingen der bauliche Sanierungsbedarf in der Wandelhalle , um den sich das Staatsbad kümmern muss. Die Mieter der Läden interessiert vor allen Dingen die Beseitigung der Feuchtigkeitsschäden, die vor allen dann auftreten, wenn es stark regnet, wie zuletzt am Dienstagvormittag. „Wir haben ein Ingenieur-Büro mit einer Bestandsaufnahme beauftragt, um festzustellen, was genau gemacht werden muss“, so Blome. Er arbeitet daran, dass das Land Geld für die Sanierung zur Verfügung stellt, und zwar in der Höhe der Miete für die Wandelhalle, die das Staatsbad nach Hannover überweist. „Dann würde sich das neutralisieren.“

Der Kurdirektor zeigt sich optimistisch, dass es bis zum Jahresende gelingt, alle Läden zu vermieten. Zurzeit stehen vier Läden leer, aber laut Blome gibt es für drei davon Reservierungen samt Vertragsentwürfe. Positiv bewertet es Pede, dass einer der Mieter eine zweite Fläche dazu nehmen will. Vorübergehend werde ein Gewerbetreibender einen Laden als Ausstellungsfläche nutzen, und auch der Fürstentreff kehre zurück. „Wir wollen eine bunte Angebotsmischung, sprechen aber alle Neuvermietungen mit unseren Mietern ab und fragen sie, ob das passt oder ob sie eine Wettbewerbssituation befürchten. Wir nehmen das sehr ernst“, versichert Blome. Und in Abstimmung mit dem Betreiber des Café Roberts sei ein neues Angebot geplant, dass es so in Bad Pyrmont bislang noch nicht gebe. „Bislang sind die Kontakte zu den Interessenten entstanden, ohne dass wir Annoncen schalten mussten“, berichtet Pede.

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Guido Radtke und Maria Beckmann vor dem wieder sprudelnden Brunnen der Wandelhalle.

Die Pächter freuen sich darüber, dass sie wieder einen Ansprechpartner haben. „Es wird bei Problemen auch tatsächlich prompt reagiert“, lobt Guido Radtke, der mit seiner Partnerin Maria Beckmann das Reisebüro betreibt. Beide äußern den Wunsch nach einer angemessenen Raumtemperatur im kommenden Winter. „Es wäre nett, wenn es hier drinnen wärmer wäre als draußen“, so Radtke. Er ist froh, dass sich etwas tut. In Teilen sei auch schon etwas sichtbar. „Es sieht aufgeräumter aus, der Brunnen geht wieder.“ Unzufrieden ist Radtke mit der Toilettensituation: „Die Türen zu den Toiletten sind aufgekeilt, während nebenan Heilwasser ausgeschenkt wird. Das passt nicht zusammen. Und kann auch nicht auf Besucher mit Rollatoren geschoben werden, immerhin gibt es ja eine Behindertentoilette mit elektrischer Tür.“

Auch Robert Schmidt vom Café Roberts freut sich über den besseren Kontakt zu den neuen Hausherren und wünscht sich mehr Licht für die Wandelhalle. „Es muss hier drinnen einfach heller werden.“ Blome bestätigt, dass an einem neuen Lichtkonzept gearbeitet werde, mit dem die Besucher in die Wandelhalle gelockt werden sollen. Zunächst sollen die Strahler im Boden instand gesetzt werden.

Robert Schmidt lobt, dass auch die Sauberkeit wieder deutlich zugenommen habe und hofft ebenfalls auf einen warmen Winter in der Halle: „Es gab schon Gespräche, aber ob Windfänge oder Warmluftgebläse dafür sorgen sollen, dass die Gäste nicht im Mantel hier im Café sitzen müsse. Das muss erst noch geprüft werden.“

Xiao Li von „Lisky“ erhofft sich einen trockenen Laden. „Als es am Dienstag geregnet hat, haben wir wieder mehrere Eimer Wasser aus dem Laden geschöpft.“ Sie zeigt aber auch Verständnis dafür, dass das Ganze nicht von heute auf morgen geschehen kann.

Insgesamt gibt es elf Ladenflächen in der Wandelhalle, von denen das Staatsbad zwei selber nutzt. Einen für den Kartenvorverkauf und einen für die die Trinkkur. Diese Ausgabe könnte ein wenig mehr Aufmerksamkeit erfahren. Wie das geschehen kann und mit welchen baulichen Mitteln, das ist noch offen. Und auch mit der Werbegemeinschaft sucht Blome das Gespräch. Er möchte erreichen, dass die Mieter noch mehr von deren Aktionen profitieren. Ein Gespräch mit dem WG-Vorsitzenden Helmut Fahle ist bereits terminiert.

Xiao Li hat Verständnis dafür, dass nicht alles von heute auf morgen erledigt werden kann.



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