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Betreiber stellen aber Bedingungen

Neue Rehaklinik für 40 Millionen Euro?

BAD PYRMONT. Die von Brandschutzproblemen betroffene Fachklinik Weserland am Vogelreichsweg in Bad Pyrmont soll bis Ende 2021 zum Teil durch einen Neubau ersetzt werden. Die Unternehmensgruppe REHASAN, die die Klinik seit 2014 betreibt, plant, dafür 40 Millionen Euro zu investieren. Allerdings gibt es Bedingungen.

veröffentlicht am 25.08.2017 um 17:34 Uhr
aktualisiert am 25.08.2017 um 18:15 Uhr

Eine grundlegende Sanierung der Fachklinik Weserland halten Eigentümer und Betreiber für wirtschaftlich nicht vertretbar. Darum soll ein teilweiser Neubau her. Foto: yt
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Die kommunalen Behörden müssen dafür jedoch noch einer Übergangslösung beim Brandschutz bis zur Fertigstellung der Baumaßnahmen zustimmen“, heißt es wörtlich in einer gemeinsamen Erklärung von REHASAN und dem Immobilieneigentümer DAK-Gesundheit.

Am Freitag hatten Vertreter des Klinikbetreibers im Pyrmonter Rathaus ein Gespräch mit Stadt Bad Pyrmont und dem Landkreis Hameln-Pyrmont über die Brandschutzfrage geführt, dass nach Unternehmensangaben jedoch ohne konkretes Ergebnis geblieben ist. Doch aus ihrer Erwartung machen DAK und REHASAN keinen Hehl. Sie setzen auf eine, wie sie es formulieren, „kurzfristige positive Entscheidung, sobald die offenen Fragen geklärt sind“. Welche Fragen offen sind, war am Freitag nicht in Erfahrung zu bringen.

Behörden müssen einer Übergangslösung beim Brandschutz zustimmen.

Aus der gemeinsamen Erklärung, von REHASA und DAK

Nach Unternehmensangaben wurden bereits mehr als 1 Million Euro in den Brandschutz der Herz-Kreislauf-Rehaklinik investiert. Auf Empfehlung des Landkreises hatte die Stadt Bad Pyrmont im Oktober 2016 den Klinikbetrieb in den Stockwerken sieben bis neun stillgelegt. Ein Zustand, der bis heute andauert. Die Brandschutzprüfer des Kreises hatten in dem aus den 1970er Jahren stammenden Haus akute Brandschutzmängel festgestellt. Eigentümer und Betreiber haben allerdings eine etwas andere Sicht. Sie sprechen nicht von Mängeln, sondern davon, dass die Behörden die Auffassung vertreten, dass der Brandschutz nicht mehr den aktuellen Bestimmungen entspreche. „Angesichts dieser weitgehenden Anforderungen wäre eine grundlegende Sanierung des Gebäudes wirtschaftlich nicht vertretbar, lautet ihr Argument. Daher habe REHASAN angeboten, in einen Neubau zu investieren. „Voraussetzung dafür ist, dass bis dahin der Klinikbetrieb im gesamten Gebäude wieder möglich ist.“ Dabei sei die Sicherheit von Patienten und Beschäftigten unabdingbar.

„Ich begrüße die Absicht, eine neue Klinik zu bauen, natürlich sehr, schon allein mit Blick auf die Arbeitsplätze“, kommentierte Bürgermeister Klaus Blome die Erklärung der Unternehmen. Wie eine Übergangslösung für den Betrieb der Klinik aussehe, könne er nicht sagen. In dem Gespräch habe man aber ein zeitnahes und lösungsorientiertes Vorgehen vereinbart. Unter Druck gesetzt fühle er sich durch die öffentliche Erklärung der Unternehmen nicht, versicherte der Bürgermeister auf Nachfrage. „Das ist deren gutes Recht, so etwas mitzuteilen.“

Grundsätzlich geht es darum, ob die Vorstellungen der Unternehmen in Sachen Brandschutz mit denen der Behörden zusammen zu bringen sind. Laut Klinikdirektor Hans-Joachim Spieker sind seit der Stilllegung 70 Betten weniger in Betrieb. Den monatlichen Umsatzverlust bezifferte er auf einen höheren sechsstelligen Betrag. „Wenn das noch ewig dauern würde, hätten wir hier eine zweite Bomberg-Klinik“, sagte Spieker kürzlich bei einer Veranstaltung der CDU zum Thema Brandschutz. Die erwähnte Klinik steht seit 20 Jahren leer.

DAK und REHASAN haben sich nach eigenen Angaben darauf geeinigt, dass REHASAN die Immobilie zum Jahresende 2017 erwerben kann.



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