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Politik bewilligt weitere 50 000 Euro

Neue Geldspritze für Pyrmonter Bismarckturm

Bad Pyrmont. Erheblicher als ursprünglich angenommen erweisen sich die baulichen Mängel am Bismarckturm, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Per Eilentscheid hat die Politik jetzt einstimmig noch einmal einen Betrag von 50 000 Euro bewilligt, damit das derzeit eingerüstete historische Gebäude auf dem Königsberg fristgerecht zum 20. Oktober fertiggestellt werden kann. An diesem Tag ist eine große Eröffnungsfeier geplant, wie Forstamtsleiter Uwe Schenkemeyer jetzt dem Forstausschuss mitteilte.

veröffentlicht am 08.10.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 12:41 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Zuvor hatte Ralf Habenicht vom Salzhemmendorfer Ingenieurbüro für Bauwerkinstandsetzung und Bauwerksverstärkung (IBH) eine Hiobsbotschaft parat. „Wir haben bei den Sanierungsarbeiten unangenehme Überraschungen erlebt“, sagte der Diplom-Ingenieur und begründete sodann die Mehrkosten:

22 300 Euro für Abriss und Wiederherstellung der runden und nicht mehr standsicheren Spindeltreppeneinhausung, da auf dem Dach nicht nur der Beton eine schlechte Substanz aufwies, sondern zudem drei Lagen Dichtungsbahnen übereinanderlagen. Darunter habe sich ein Auftrag aus Sand und Holz befunden.

4100 Euro für ein neues Geländer im Bereich der unteren Aussichtsplattform.

9300 Euro für die Instandsetzung des Treppenauges im Bereich der Galerie, da nach dem Entfernen loser Teile sichtbar geworden sei, dass die vorhandene Trägerkonstruktion stark korrodiert war.

13 000 Euro für die teilweise Erneuerung der Eckkonsolen, die durch Rissbildung lose waren und herabzustürzen drohten. Dieser Schaden sei erst nach dem Aufbau des Gerüstes festgestellt worden.

19 000 Euro für Spitzmörtelarbeiten im Inneren des Turms. Bei der Untersuchung von Hohlstellen im Putzmörtel sei festgestellt worden, dass sich das dahinterliegende Mauerwerk mit größeren Öffnungen und Fehlstellen darstellte.

5000 Euro für die Sanierung der Gaststube.

9800 Euro für Sonstiges.

Insgesamt belaufen sich die erforderlichen Zusatzleistungen auf rund 82 500 Euro. Da sich bei der Sanierung aber durch beispielsweise geringeren Instandsetzungsaufwand im Bereich der Außenstellen oder den Wegfall von Anstricharbeiten auch Einsparungen in Höhe von etwa 35 000 Euro ergeben haben, belief sich der erforderliche „Nachschlag“ zunächst auf exakt 47 500 Euro. Doch als Habenicht davon berichtete, dass vorhandene Zinkbleche wieder verbaut werden sollen („Wir haben den Auftrag, altes Material zu verwenden.“), meldete sich Rudi Leinhart zu Wort. Der Christdemokrat erklärte, dass die Haltbarkeit dieses Materials begrenzt sei, und regte an, im Zuge der laufenden Sanierungsarbeiten auch die Zinkbleche zu erneuern. „Auf die paar Euro kommt es nun auch nicht mehr drauf an“, meinte er und fand Unterstützung bei seinem Fraktionskollegen Alwin Steinmeyer: „Nicht, dass wir in fünf Jahren wieder von vorne anfangen müssen – das wäre unsinnig.“ Argumente, die auch die SPD überzeugten. Die Gesamtkosten steigen damit auf rund 325 000 Euro.



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