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Neues Hochschulzertifikat entwickelt

Neue Fachleute in Sachen Gesundheitsmanagement

BAD PYRMONT. Das Staatsbad Pyrmont hat gemeinsam mit der Hochschule Weserbergland und dem Heilbäderverband Niedersachsen eine Weiterbildung zum „Zertifizierten Fachberater für Prävention und Betriebliches Gesundheitsmanagement“ entwickelt. Der erste Kurs mit 15 Teilnehmer soll Ende Mai in Bad Pyrmont starten.

veröffentlicht am 28.02.2018 um 13:05 Uhr
aktualisiert am 28.02.2018 um 16:30 Uhr

Betriebliches Gesundheitsmanagement hat laut Kurdirektor Fischer die größte Wachstumsrate. Foto: © Staatsbad Pyrmont
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Das neue Hochschulzertifikat richtet sich an alle Mitarbeiter, die bei der Einführung einer betrieblichen Gesundheitsförderung (BGM) beraten wollen oder in diesem Bereich bereits aktiv sind und dieses ausbauen möchten.

Während des rund fünfmonatigen Programms, unterteilt in Selbststudium, Blockwoche, Projektphase und Projektpräsentationen, lernen die Teilnehmer die Anwendung der Grundlagen der Prävention und des betrieblichen Gesundheitsmanagements inklusive der Entwicklung des Gesundheitsmanagements als Geschäftsfeld für Heilbäder und Kurorte. Sie können im Anschluss als Experten vor Ort Strategien und Zeitabläufe entwickeln, Stärken und Schwächen der Organisation und Struktur erkennen sowie Fördermöglichkeiten für Prävention und Gesundheitsmanagement benennen.

„Qualität ist in diesem Geschäftsfeld die wichtigste Voraussetzung, um weiter wachsen zu können“, begründet Bad Pyrmonts Kurdirektor Maik Fischer, warum er sich dafür einsetzt. „Es kommt der Region, allen Kurorten und allen Betrieben zugute, wenn sie sich das dafür notwendige Know-how aneignen.“ Und für Bad Pyrmont bedeute es auch Übernachtungsgäste, da die ersten Kurse mit jeweils 15 Teilnehmern und jeweils fünf Tagen Dauer in Bad Pyrmont stattfinden. „Dieses neue Zertifikatsprogramm hat enorm viel Potenzial“, betont Fischer, der einen Schneeballeffekt erwartet, denn auch der Deutsche Heilbäderverband werde seine Mitglieder über die neue Weiterbildung informieren.

Längst nicht alle Kurorte beschäftigen sich bereits mit Gesundheitsmanagement. Für das Staatsbad gehört es dagegen seit zehn Jahren zu den Grundlagen des Geschäfts. „Es weist die größte Wachstumsrate auf und hat sich vom Volumen her in den letzten drei Jahren fast verdoppelt“, berichte Fischer. Besonder das neue Präventionsgesetz habe für einen Schub gesorgt. Der Ausbau der betrieblichen Gesundheit ist ein zentraler Schwerpunkt des Gesetzes. Für die Gesunderhaltung und -förderung von Berufstätigen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen wurden zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 100 Millionen Euro, vorrangig über Kostenträger und neu zu generierende Präventionsmaßnahmen mit Unternehmen zur Verfügung gestellt.

Der Heilbäderverband Niedersachsen greift diesen Ansatz der betrieblichen Gesundheitsförderung auf. Im Rahmen des „Bündnisses für gesunde Mitarbeiter“ werden in Kooperation mit den Bündnispartnern AOK Niedersachsen, Unternehmerverband Niedersachsen e. V. sowie dem Deutschen Gewerkschaftsbund ambulante als auch Kompaktangebote mit Übernachtungen in Pilotkurorten entwickelt und umgesetzt.

Für diese geplanten Entwicklungen und Projekte ist eine zertifizierte Fort- und Weiterbildung von Multiplikatoren in Unternehmen sowie den Heilbädern und Kurorten ein zentraler Baustein, der mit der neu geschaffenen Weiterbildung zum „Zertifizierten Fachberater für Prävention und Betriebliches Gesundheitsmanagement“ nun geschaffen worden sei.

Der erste Zertifikatskurs startet am 28. Mai und endet am 6. Oktober mit der Projektpräsentation. Die Kosten belaufen sich auf 2975 Euro beziehungsweise 2450 Euro für Mitglieder des Heilbäderverbandes Niedersachsen. Infos unter www.hsw-hameln.de.



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