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Kunsthistorikerin Melanie Mehring macht das Rennen

Neue Chefin für Bad Pyrmonts Museum

BAD PYRMONT. Eine für die Kurstadt wichtige Personalie ist geklärt: Das Museum im Schloss wird spätestens ab 1. Januar 2019 nicht mehr führungslos sein. Die künftige Chefin heißt Melanie Mehring. Aufgewachsen ist die Kunsthistorikerin zwar in Nordrhein-Westfalen. Aber Bad Pyrmont kennt sie schon lange.

veröffentlicht am 21.09.2018 um 20:48 Uhr

„Ich freue mich wahnsinnig darauf, mit den Pyrmontern in Kontakt zu treten“, sagt die künftige Museumsleiterin Melanie Mehring.
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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„Sie verfügt über eine fundierte Hochschulausbildung, mehrjährige Erfahrung in der Museumsarbeit und hat mit ihrer Frische und Energie einen hervorragenden Eindruck hinterlassen“, sagte Bad Pyrmonts Bürgermeister Klaus Blome (parteilos) am Freitag auf Anfrage.

Am Vorabend hatte der hinter verschlossenen Türen tagende Verwaltungsausschuss (VA) des Pyrmonter Rates die Einstellung der 34-Jährigen ohne Diskussion einstimmig abgesegnet. Damit setzte sich Melanie Mehring letztlich gegen neun Mitbewerberinnen und -bewerber durch. Die hatte Rathaus-Personalchef Walter Schlieker in die engere Wahl genommen und zu Vorstellungsgesprächen bei einer Findungsgruppe aus VA-Politikern, Stadtverwaltung und der Spitze des Museumsvereins eingeladen. Rund 60 Bewerbungen gab es insgesamt.

Melanie Mehring arbeitet seit neun Jahren im Oberschlesischen Landesmuseum in Ratingen (Nordrhein-Westfalen). Zunächst als Volontärin, dann als Projektkraft und inzwischen als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Dort entwickelt und betreut sie als Kuratorin wechselnde Ausstellungen. Sie hat Kunstgeschichte, Osteuropäische Geschichte und Slavistik in Bonn studiert.

„Ich freue mich wahnsinnig auf die Stelle und darauf, mit den Pyrmontern in Kontakt zu treten“, sagt die 34-Jährige, die den Fokus künftiger Ausstellungen wieder mehr auf die Kurstadt richten will. „Regionalgeschichte ist mein Steckenpferd“, sagt sie. „Ich glaube, das Thema interessiert nicht nur Einheimische, sondern auch Gäste der Stadt.“

So offen, natürlich und nahbar Melanie Mehring am Telefon rüberkommt, so wünscht sie sich auch das Museum nicht „abgehoben“. Sondern: „Als Ort, wo man sich begegnet, Spaß haben kann, und wo jeder willkommen ist. Auch mit Regenjacke.“ Die Pyrmonter ins Boot zu holen und die Schulen einzubeziehen, habe sie sich fest vorgenommen. Und, so Mehring: „Ich bin froh über den sehr aktiven Museumsverein, von dem ich mir viel Feedback erhoffe.“

Mitglied muss die gebürtige Kölnerin dort übrigens nicht werden. Sie ist es seit zehn Jahren. Seit einem Praktikum während ihres Studiums. „Damals bekam ich spannende Einblicke in Museumsarbeit. Sie gaben mit den Ausschlag, dass ich meinen bisherigen Weg gegangen bin.“

Aufgewachsen ist die 34-Jährige in Bergisch-Gladbach. Aber Bad Pyrmont kennt sie von kleinauf. „Wir waren früher fast jedes zweite Wochenende bei meinen Großeltern auf dem Hagen. Wenn mein Großvater mit mir durch die Stadt ging, fiel mir auf: Er kannte jeden, und jeder kannte ihn“, schildert sie eine frühere Erinnerung. Dieser Großvater war der 2001 verstorbene Martin Menzel. Für sein jahrzehntelanges Engagement in der Vereinsarbeit der Kur-stadt erhielt der einstige Pyrmonter Sozialamtsleiter das Bundesverdienstkreuz.

Ihr Vater ist in der Region ebenfalls kein Unbekannter – seiner Fotos wegen. Heinrich Mehring machte schon als Schüler Modeaufnahmen. 2006 widmete das Museum seinem Frühwerk die Schau „Pyrmont der 60er Jahre“. Mehrere seiner Aufnahmen wählte Ex-Museumsleiterin Vanessa Heitland für einen Bildkalender 2016 aus.



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