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Jugendliche wollen an Entscheidungen beteiligt sein und suchen Transparenz vor der Entscheidung

Nachwuchsforum kommt an

Barntrup. Ideen und Wünsche für die Zukunft diskutieren, formulieren und zu Papier bringen: Diese Möglichkeit haben jetzt über 50 Jugendliche aus den zwölf Städten und Gemeinden des Zuständigkeitsbereichs des Kreisjugendamtes im Jugendzentrum „Das Neue Haus“ in Barntrup genutzt.

veröffentlicht am 19.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:41 Uhr

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Aus dem Bereich Lügde mit dabei waren Thomas Henneböhle, Mitarbeiter des Jugendtreffs der ev.-ref. Kirchengemeinde Falkenhagen, mit mehreren Jugendlichen und Justo Uceda vom LocalMotion Lügde. Im Rahmen des „II. Lippischen Jugendkongresses“ konnten die Teilnehmer dort in verschiedenen Workshops zu unterschiedlichen Themen diskutieren. „Wie bleibt das Landleben für Jugendliche attraktiv?“, „Jugend braucht Zukunft – Schule aus und was kommt dann?“ oder „Jugendlicher Flüchtling – neue Heimat“ lauteten unter anderem die Workshops.

„Wir als Jugendförderung werden die Ergebnisse als Grundlage weiterer Angebote aufgreifen und dafür Sorge tragen, dass aus den Ideen Taten werden“, so Petra Jürgens und Ekkehardt Loch von der Jugendförderung des Kreises Lippe, die die Veranstaltung gemeinsam moderiert haben.

Parallel zu diesem 2. lippischen Jugendkongress tagte der Jugendhilfeausschuss des Kreises Lippe im Rahmen einer Sondersitzung zu jugendpolitischen Themen. Zeitgleich hatten sich außerdem die sozialpädagogischen Fachkräfte der offenen Kinder- und Jugendarbeit aus den zwölf Städten und Gemeinden hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Kinder- und Jugendarbeit in einem eigenen Workshop zusammengefunden.

Die Ergebnisse der Jugendworkshops wurden im Plenum allen Anwesenden vorgestellt. Dort wurde klar, dass die Jugendlichen viel mehr an den sie betreffenden Entscheidungen beteiligt werden und außerdem die Chance erhalten möchten, Kommunalpolitik besser zu verstehen.

Hierfür befanden die Teilnehmer vor allem mehr Transparenz über Entscheidungen und Entscheidungswege für sehr wichtig. Außerdem wünschten sich die Jugendlichen mehr größere Events, wie zum Beispiel Konzerte oder gemeinsame Aktionen mit mehreren Jugendeinrichtungen. „Die tollen Ideen und auch die vorgebrachten Wünsche der Jugendlichen zeigen, wie wichtig eine solche Form der Beteiligung ist. Die Ergebnisse des Jugendkongresses werden auf jeden Fall in das integrierte Entwicklungskonzept für den ländlichen Raum im Kreis Lippe mit einfließen“, fasste Landrat Friedel Heuwinkel den Kongress zusammen.

„Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses sprachen sich einstimmig dafür aus, die Form des Jugendkongresses auch in Zukunft beizubehalten und sogar darüber hinaus zu überlegen, wie der Jugendhilfeausschuss gemeinsam mit den Jugendlichen die sie betreffenden Entscheidungen künftig miteinander diskutieren könnte, ohne dies in Form des ansonsten sehr formellen Ablaufs einer Jugendhilfesitzung durchführen zu müssen. Unser Jugendkongress hat sehr deutlich gezeigt, dass wir hiermit auf dem richtigen Weg sind“, so Petra Jürgens. „Wann gibt es den nächsten Jugendkongress? Ich will wieder dabei sein“, so ein Besucher des Jugendkongresses am Ende der Veranstaltung.

Der „II. lippische Jugendkongress“ wurde im Rahmen des „integrierten Entwicklungskonzeptes für den ländlichen Raum Kreis Lippe“ von der Jugendförderung des Kreises Lippe unter der Beteiligung der Stadt Barntrup und des Vereins „Kommunikation und Aktion, Jugendarbeit in Barntrup“ organisiert (KOMM e.V.).



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