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So schüren musikalische Humboldt-Schüler die Lust aufs Open-Air-Konzert im Schlosshof

Nachwuchs mit Profi-Potenzial

Bad Pyrmont. Das erste Schulkonzert von Schülerinnen und Schülern des Humboldt-Gymnasiums in diesem Jahr konnte am Donnerstagabend bereits große Vorfreude auf das zweite erzeugen. Im Juni wird der Schlosshof als Veranstaltungsort dann wohl aus den Nähten platzen, und die jungen Akteure haben sich das auch verdient. Was sie nämlich quer durch alle Altersstufen da auf und vor die Bühne brachten, überzeugte und begeisterte das zahlreiche Publikum komplett.

veröffentlicht am 22.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Vor allen viele Eltern und Verwandte konnten beobachteten, wie sich ihre Sprösslinge in der Öffentlichkeit präsentierten. Diese Resonanz erfreute besonders Musiklehrer Jürgen Frasch, der sowohl den Schüler-Technikern des Abends als auch Eltern und Musiklehrern dankte, „dass sie den Schülern die Welt der Musik öffnen.“

Das fängt ganz klein und mit viel Anstrengung, Eifer und Lampenfieber an, wie bei „Mahna Mahna“ mit der Band I, die ihren Auftritt unter der Leitung von Claudia Luker aber bravourös absolvierte. Zu Recht der Kommentar eines der kleinen Musiker: „Das ging besser als ich dachte!“

Zu den ganz jungen Talenten mit schon beachtlichem Können zählen zweifellos Alex Lisovoj (Piano), Elsa Peineke (Piano) und Alexa Jaros, die auf der Violine sogar ein Pizzicato hinbekommt.

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Sven Küttner begleitet seinen Gesang auf der Ukulele.

Richtig Tempo macht Tuan Phong Vuong am Flügel mit den „Variationen über ein Thema von Paganini“, und die zehnjährige Sarina Pachel liefert einen tadellosen 3. Satz des „Konzert in h-moll“ von Oskar Rieding ab.

Man spürt die wachsende Spielpraxis und Routine mit dem zunehmenden Alter der Kinder und Jugendlichen. So präsentiert Vanessa Schlei mit großer Empathie ihre Eigenkomposition „Freier Vogel“, Mija Koch und Julian Günnewich interpretieren am Flügel und auf der Gitarre ihr „Game Over“, bei dem es in Lautstärke und Intensität richtig zur Sache geht. Eine Eigenkomposition, der man eine musikalische Struktur, große Differenzierung und Reife anmerkt, ist „Freier musikalischer Moment“ von Marcel Zentrich, und witzig mit stoischer Mimik und Gestik singt Sven Küttner sein „Dragon in Disguise“, wobei er sich auf einer winzigen Ukulele begleitet.

Von Klassik bis Pop reicht das Repertoire des Abends, neben Solisten, die sich tapfer den Zuhörern stellen, agieren auch Duos wie Sarina Pachel und Alexa Jaros mit „Rondeau“, Marcel Zentrich und Jonathan Gehring vierhändig am Flügel mit „Variationen über Fluch der Karibik“ sowie Quartette. Fast ein Familienbetrieb ist das Ensemble aus Marcel Zentrich (Piano), Marissa Zentrich, Mailin Zentrich (Violinen) und Christine Mulrane (Querflöte, die das „Menuette“ von Charles Dancla intonieren, ein gemischtes Quartett aus Louisa Lücke vom Hamelner Schiller-Gymnasium, Adline Conring und Nina Göhle (Humboldt-Gymnasium) sowie ihrer Cello-Lehrerin Monica Mühleise von der Musikschule Bad Pyrmont.

Eine überraschende Interpretation von „Lemon Tree“ (Fools Garden) brachten die Mädchen und Jungen des Wahlpflicht-Kurses Kultur, Jahrgang 7, auf die Bühne. Mit Plastikrohren unterschiedlicher Länge, die rhythmisch geschlagen wurden, und anderen Schlag- und Saiteninstrumenten erzeugten sie eine muntere Version, dicht am Original.

Echte Highlights zeigten Tim Schubert (Piano), Lena Frye (Violine) und Xin Xin Jin (Gitarre). Besonders eingängig, fein moduliert, kraftvoll und auf hohem Niveau gelangen die Auftritte von Melina von Wysiecki (Love The Way You Lie) und Lara Lücke (The Hobbit: Song Of The Lonely Moutain). Ebenso anspruchsvoll und hochklassig: Weronika Rodobolska (Prelude E-Minor) und Wanja Leo Guenther (Polonaise c-moll, op. 40 Nr. 2), beides Stücke von Frédéric Chopin.

Für das Publikum und die Musiker ein gelungener Abend mit großer Bandbreite, der Lust auf das Sommerkonzert macht.



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