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Jörg Schade und Carl-Herbert Braun ziehen positive Bilanz

Nach dem Theatersommer ist vor dem Theatersommer

Bad Pyrmont (Hei). Der Pyrmonter Sommer ist zu Ende. Nicht nur meteorologisch, sondern auch kulturell. Die Schauspieler der Theater Companie sind abgereist, die Plakate weggeräumt – Zeit für Theaterchef Jörg Schade und Regisseur und Dramaturg Carl-Herbert Braun, Bilanz zu ziehen.

veröffentlicht am 01.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 17:21 Uhr

Jörg Schade und Carl-Herbert Braun packen eines der Plakate für
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Und die fällt insgesamt gesehen von den Zuschauerzahlen positiv aus, wenn auch etwas ungleich verteilt: Während „…aber draußen nur Kännchen“ in fünf Vorstellungen 2571 Zuschauer lockte, wurde Johann Nestroys „Der Zerrissene“ in neun Vorstellungen von 1756 Besuchern gesehen.

Allerdings sträuben sich die Künstler dagegen, hier Äpfel mit Birnen zu vergleichen: Das witzige „Kännchen“, für den großen Schlosshof konzipiert, lebt vom Lokalkolorit und ist inzwischen Kult in der Region. Der „Zerrissene“, für den kleinen Hof eingerichtet, ist sprachlich anspruchsvoller, hat mehr Zwischentöne und ist ganz offensichtlich kein Publikumsmagnet.

Die Aufführungen litten außerdem massiv unter Schlechtwetter-Phasen. Es gab Glühwein statt Sekt, und mehr als einmal einen Umzug unter die regensicheren Schirme. „Gerade die Vielfalt des Angebots ist es doch, was Theater in jeder Stadt interessant macht“, argumentiert Carl-Herbert Braun, und er verweist auf eine besondere Note dieser Nestroy-Aufführung: „Dass sich eine Musikschule wie die Pyrmonter so engagiert und mit Gespür für szenische Abläufe in eine Theaterproduktion integriert, ist wohl einmalig. Über diese Zusammenarbeit waren wir besonders glücklich.“

Im Übrigen, so Jörg Schade, sei es in den 14 Jahren Theater Companie noch nie der Ehrgeiz gewesen, eine Veranstaltung der vorigen Saison zu toppen: „Wir wollen immer wieder etwas Neues und ganz anderes machen.“ Nach dem Theatersommer ist vor dem Theatersommer, und so beschäftigen sich die Künstler bereits mit den Plänen für die nächste Saison und sind auf der Suche nach einem passenden Stück. Wieder einmal in der Beletage zu spielen, ist außerdem ein großer Wunsch des Ensembles, das sich in Bad Pyrmont ausgesprochen wohlfühlt, wie Jörg Schade bestätigt: „Die Kollegen verzichten zum größten Teil auf ihren Urlaub, um hier Theater zu spielen.“

Und zum Schluss sei an dieser Stelle auch noch verraten, dass es im kommenden Jahr 2010 vermutlich noch einmal eine Wiederaufnahme des beliebten „Kännchens“ geben wird.

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