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Altin Webel sieht ihre Forderung schon von 200 Menschen per Unterschriftenliste unterstützt

Mutter macht mobil gegen Hortplatz-Mangel

Bad Pyrmont. „Mich haben so viele Leute angesprochen. Auch solche, die gar keine Kinder haben“, sagt Altin Webel über die Zeit nach Erscheinen des PN-Artikels zum Hortplatz-Mangel in Bad Pyrmont am 23. Mai. Diverse Gespräche, so sagt die Mutter einer sechsjährigen Tochter, hätten sie darin bestärkt, sich weiter entweder für einen Hort-Ausbau oder den Start des Ganztags-Schulangebots ab der 1. Klasse einzusetzen. Das beginnt derzeit erst in Klasse 3. Mit Blick auf die Betreuungslücke glauben sie und ihr Mann Björn: „Es geht vielen Familien so wie uns.“

veröffentlicht am 13.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 02:41 Uhr

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Wenn Tochter Alina im August eingeschult wird, bekommt sie wohl – wie über ein Dutzend von 19 angemeldeten Kindern – keinen Platz im Hort. Der fasst zwar 60 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren, aber das Gros der bisher betreuten Jungen und Mädchen braucht seine Plätze nach jetzigem Stand auch im neuen Schuljahr. Für berufstätige Eltern, die hier ohne Unterstützung durch Oma, Opa oder andere Verwandte leben, bedeutet das: Sie werden deutlich mehr als die 120 Euro Hort-Gebühr plus Essensgeld pro Monat zahlen müssen, wenn sie sich eine Tagesmutter leisten – sofern sie eine finden. „Bei uns sind es 400 Euro“, sagt Altin Webel. „Das ist für uns viel Geld.“ Oder: Die Betroffenen kündigen ihren Job und bleiben zu Hause.

„Da muss sich was ändern“, findet Altin Webel, die selbst ganztags als Erzieherin in einer Pyrmonter Klinik arbeitet. Bisher teilen rund 200 Menschen ihre Ansicht. Sie alle unterstützen eine Unterschriftenaktion, die die 33-Jährige überschrieben hat mit der Forderung „Bad Pyrmont braucht mehr Möglichkeiten für die Ganztagsbetreuung von Kindern“. Bis Freitag, 21. Juni, will die Mutter noch sammeln. „Dabei geht es mir gar nicht mehr um unser persönliches Anliegen“, betont sie. „Ich glaube, dass viele unter dieser Betreuungslücke leiden, sich aber bisher aus Angst vor Nachteilen für ihre Kinder nicht getraut haben, was zu sagen. Und jetzt, wo ich mich schon unbeliebt gemacht habe, kann ich auch weiterkämpfen. Dann ändert sich vielleicht wenigstens für die Kinder etwas, die in einem Jahr zur Schule kommen.“ jl

Altin Webel – hier mit Tochter Alina – untermauert ihre Forderung nach einer Schließung der Betreuungslücke für Erst- und Zweitklässler mit einer Unterschriftensammlung. 200 Menschen haben bisher unterzeichnet. jl



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