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Der Solist Da Sol glänzt beim Konzert mit der Mährischen Philharmonie

Mut Wucht und Dynamik

Bad Pyrmont. Das Konzert der Mährischen Philharmonie Olmütz sorgte am Samstagabend endlich wieder einmal für ein volles Konzerthaus. Auf dem Programm standen genau die Werke, die schon 1974 das Publikum erfreut hatten.

veröffentlicht am 20.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:21 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Die „Variationen über ein empfindsames Thema“ des langjährigen Pyrmonter Generalmusikdirektors, Komponisten und Dirigenten Walter Stöver, dem das Musikbad Pyrmont viel zu verdanken hat, eröffneten den Abend. Überraschend war schon, zu hören, welch hohe Qualität diese Variationen im spätromantischen Sinne Stöver bot, angeregt von Max Reger-Freund Hans von Ohlendorff, mit dem Stöver verwandt war.

Mit dem „Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-moll op. 23“ von Peter Iljitsch Tschaikowsky brachte der Dirigent Volker Schmidt-Gertenbach mit Da Sol einen jungen südkoreanischen Pianisten von Weltklasse auf die Bühne. Dieses Konzert wurde 1876 in Boston uraufgeführt, nachdem es im Vorfeld in Moskau recht ambivalent beurteilt worden war. Doch das weltberühmte Hauptthema, das anfangs mit rauschenden, vollgriffigen Klavierakkorden begleitet wird, dann das 2. Thema, eine als Volkslied aus der Ukraine stammende Weiterführung und auch der 3. Satz in Rondoform und mit Anklängen an russische und ukrainische Volksmelodien begeisterten das Publikum komplett, zumal Da Sol eine Interpretation lieferte, die von ungeheuerer Wucht und Dynamik geprägt war.

Das große Finale des Konzertes lieferte Ludwig van Beethovens „Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92“, die von Richard Wagner als „Apotheose des Tanzes“ bezeichnet wurde und zu den größten Werken der Musikgeschichte gehört. Der Komponist lädt quasi in seine Komponierstube ein und lässt den Hörer gleichsam am Entstehen des ersten Hauptsatzes teilhaben. Der zweite Satz als eine Art Trauermarsch und der dritte Satz, ein ausgelassenes Scherzo, bildeten mit dem großen Finale einen außergewöhnlichen Hörgenuss. Und mit dem 5. Ungarischen Tanz von Johannes Brahms gab es am Ende die gleiche Zugabe wie 1974.

Nur schade, dass gerade bei diesem Jubiläumskonzert keine Programme auslagen. Es hätte dem einen oder anderen Zuhörer sicherlich geholfen, nicht zwischen den Sätzen zu applaudieren.

Der Pianist Da Sol spielte ein Konzert von Tschaikowsky.rr



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