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Viel Beifall für zwei glänzende Virtuosen

Musikalisches Juwel

BAD PYRMONT. Mit einem wahren musikalischen Juwel und ihrer vorletzten Veranstaltung in diesem Jahr gingen die Oesdorfer Abendmusiken in die Sommerpause.

veröffentlicht am 21.06.2016 um 16:41 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Doch bot das Programm mit zwei Musikern des 1999 gegründeten, weithin bekannten und mit Preisen ausgezeichneten Hyperion-Trios drei Leckerbissen, die gerade in der Zusammensetzung Violine und Violoncello einen besonderen Reiz entfalteten. Oliver Kipp (Violine) und Katharina Troe (Violoncello) konnten auf das bei Klaviertrios eigentlich obligatorische Klavier verzichten, weshalb die variantenreichen Charakteristika der beiden Saiteninstrumente einen ganz eigenen, warmen und intensiven Eindruck hinterließen. Der Beginn mit dem „Duo G-Dur KV 423“ von Wolfgang Amadeus Mozart, das dieser im Jahre 1783 für Joseph Haydns Bruder Michael schrieb, als jener wegen einer Erkrankung seine eigenen Duette nicht fertigstellen konnte, geriet bereits zu einem Erlebnis. Hier zeigte sich an der Wiener Klassik die große Virtuosität von Oliver Kipp und Katharina Troe, wobei das Violoncello den ursprünglich für Bratsche gedachten Part übernahm. Mit Spannung konnten die zahlreichen Zuhörer dann die „Sonate für Violine und Violoncello“ von 1925 des ebenfalls als „Wunderkind“ apostrophierten Julius Röntgen erwarten. Eigentlich Holländer, wuchs Röntgen doch in Leipzig auf und entwickelte sich zu einem herausragenden Pianisten, der sogar Franz Liszt vorspielte.

Vorbilder wie Johann Sebastian Bach oder Max Reger tauchen in Klangelementen auf, und in der spätromantischen Sonate fällt das Stück am Ende in eine schwedische Volksweise. Den Abschluss des Konzertes bildete die „Sonate für Violine und Violoncello“ von Maurice Ravel, die dieser im Jahre 1922 schrieb.

Dieses Standardwerk für diese instrumentale Besetzung galt einst als „Massaker“ an den Solisten, enthält im Allegro-Satz dauernde Wechsel zwischen Dur und Moll und wandert über große innere Ruhe im dritten Satz zu einem Finale aus aneinandergereihten Tanzrhythmen. Die Zuhörer reagierten auf diesen hohen Anspruch mit großer Begeisterung und viel Applaus.



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