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Demut schreibt an Bürgermeister

Museumsverein drängt auf Wiederbesetzung der Museumsleitung

BAD PYRMONT. Der Vorsitzende des Museumsvereins Bad Pyrmont, Klaus-Henning Demuth, hat sich besorgt über die zeitliche Abfolge einer Neubesetzung der Museumsleitung geäußert. Er hat Bürgermeister Klaus Blome dringend darum gebeten, darauf hinzuwirken, auf die übliche sechsmonatige Wiederbesetzungssperre zu verzichten.

veröffentlicht am 27.02.2018 um 13:37 Uhr
aktualisiert am 27.02.2018 um 19:13 Uhr

Klaus-Henning Demuth forderte die Stadt auf, auf eine Wiederbesetzungssperre für die Museumsleitung zu verzichten. Foto: PN-Archiv/jl
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Andernfalls wäre eine Wiederbesetzung der Stelle erst zum 1. Dezember möglich“, heißt es in einem Schreiben Demuths an den Bürgermeister.

Kürzlich war bekannt geworden, dass die bisherige Leiterin des Museums im Schloss, Vanessa Charlotte Heitland, Bad Pyrmont Ende Mai verlässt und sich beruflich neu orientiert. Der Vorstand des Museumsvereins bedauere das sehr, habe aber auch Verständnis für ihre Entscheidung, versicherte Demuth nach einer Sitzung des Gremiums, das nun auf eine schnellstmögliche Wiederbesetzung der Stelle drängt. „Aus den Erfahrungen der Vergangenheit bei der Nachfolgeregelung für Herrn Dr. Alfter wissen wir, dass im günstigsten Fall ab Ausschreibungsbeginn bis zur tatsächlichen Stellenbesetzung mindestens ein halbes Jahr vergehen wird“, heißt es in dem Brief Demuths an den Bürgermeister, in dem er auch erläutert, warum seiner Meinung nach eine sechsmonatige Wiederbesetzungssperre in diesem Fall nicht gelten dürfe. Die Stelle könne von keinem anderen Mitarbeiter fachlich ausgefüllt werden und die neue Museumsleitung benötige naturgemäß eine bestimmte Findungs- und Einarbeitungsphase, bevor eine erste Sonderausstellung konzipiert werden könne, argumentiert Demuth.

Schon bei einer wahrscheinlichen Stellenbesetzung zum 1. Oktober sei klar, dass das Museum ein Jahr ohne Sonderausstellung auskommen müsse. „Dies ist jedoch ein herber Verlust für die kulturelle Infrastruktur der Stadt und ein unklares Bekenntnis der Stadt zu einer in ihrer Außendarstellung bedeutenden Einrichtung“, heißt es in dem Schreiben an den Bürgermeister.

Doch Blome will sich nicht drängen lassen. „Ich werde darüber demnächst mit den Ratsfraktionen sprechen“, sagte er. Das bereits auf die Tagesordnung des an diesem Donnerstag tagenden Verwaltungsausschusses zu setzen, habe noch keinen Sinn.

Das ist sie in der Tat nicht. Zumindest bei der Mehrheitsgruppe im Rat aus SPD, WiR, Grünen, Linken und FDP nicht. „Bei der angespannten Haushaltslage der Stadt können wir das nicht mal so eben entscheiden“, sagte SPD-Chefin Heike Beckord. „Wir haben wir jetzt die Chance, uns darüber Gedanken zu machen, ob wir so weitermachen wollen oder nicht.“

Für Demuth steht außer Frage, wie es weitergeht. Die Stelle sollte nicht nur schnell, sondern auch qualifiziert mit einem einschlägigen Studienabschluss besetzt werden. „Eine kurzfristige Sichtweise um des Sparens willen kann gut aufgebaute Strukturen dieser Stadt schnell zerstören.“

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