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Sammlungen von Christa Langer und Dieter Mensenkamp begeistert aufgenommen

Museum jetzt ein Puppenhaus

Bad Pyrmont. Der Kreis hat sich geschlossen. 1986 stellte Dr. Dieter Alfter mit der ersten Weihnachtsausstellung im neuen Museum im Schloss die Puppensammlung von Christa Langer vor. Jetzt verabschiedet er sich aus seinem Amt als Museumschef mit einer erneuten Puppen-Ausstellung der Pyrmonterin, ergänzt durch eine Spielesammlung von Dieter Mensenkamp. Das Finale hätte kaum schöner und üppiger ausfallen können, wie die sichtliche Begeisterung der vielen Gäste bei der Eröffnung bewies.

veröffentlicht am 07.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:41 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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In den Kommentaren war neben dem Entzücken über die Exponate und den persönlichen Erinnerungen an eigene, geliebte Puppen immer wieder das Bedauern und Unverständnis darüber zu hören, dass die Stadt Bad Pyrmont in den Nachkriegsjahren die Chance verpasste, Käthe Kruse und ihrer Puppen-Produktion eine bleibende Heimat zu geben. Die Ausstellung thematisiert auch diese Tatsache, zeigt aber vor allem die Ausdruckskraft und Ästhetik dieser Puppen, von gesellschaftlicher Eleganz bis zum niedlichen Rattenfänger.

Beim ersten Rundgang lässt sich kaum alles erfassen, was diese Schau an wunderschönen Details bietet. Da gibt es viele Puppentypen, aus Biskuit-Porzellan, Zelluloid, Stoff und anderen Materialien, dazu die entsprechende Garderobe, einschließlich Korsett für die schmale Taille der Damen. Es gibt hübsche Ankleidefiguren bis zur Originalgröße des Kinderstars Shirley Temple, die Besucher selbst neu anziehen dürfen. Es gibt Puppenstuben und -küchen zu bestaunen, die in ihrer Ausstattung keine Wünsche offenlassen. Besonders sehenswert ist die Miniküche in der Fensternische im Obergeschoss. Und die Vitrinen in der Beletage zeigen eine Fülle von Steckspielen, Puzzles, Würfelspielen, Mini-Möbeln aus der Sammlung des Detmolders Dieter Mensenkamp – einfach fantastisch! Ein Weihnachtszimmer ist ebenfalls aufgebaut, denn gerade in dieser Zeit gibt es für Jung und Alt viel zu entdecken.

In den 28 zurückliegenden Jahren habe das Museum in der sinnlichen Wahrnehmung der Geschichte immer wieder die Balance gefunden zwischen Wissenschaft und Unterhaltung, bescheinigte bei der Eröffnung Bürgermeister Klaus Blome dem Museumsleiter. „Diese Ausstellung passt mit ihrer ganzen Atmosphäre wunderbar in die stimmungsvolle Weihnachtszeit“, betonte Blome. Klaus-Henning Demuth, Vorsitzender des Museumsvereins, ging der Frage nach, die sich schon im Titel der Ausstellung „Puppen – nur für Mädchen?“ ankündigt. Nach dem Bericht über diesbezügliche Studien mit tierischen und menschlichen Lebewesen überzeugte vor allem die Internet-Botschaft eines jungen Vaters: „Mein Sohn spielt mit Puppen, und das ist auch gut so.“

Dass Christa Langer sich nicht als „Puppenmutter“ sieht, sondern als Sachverständige für dieses Spielzeug, bewies sie mit einem ausführlichen, sachlich fundierten Vortrag zur Puppen-Geschichte, der dennoch auch ihre persönliche Leidenschaft als Sammlerin offenbarte. Leihgeber Dieter Mensenkamp gab Gedanken zu seinem Fachgebiet historischer Spiele aus vier Jahrhunderten zum Besten.

Mit der insgesamt 158. Ausstellung verwandle sich das Schloss bis zum 18. Januar in ein großes Puppenhaus, von den Leihgebern mit Liebe und Sachverstand eingerichtet und hoffentlich ein Anziehungspunkt für Kindergärten und Schulen, von denen sich schon viele angemeldet hätten, wie Alfter berichtete. Seine letzte Ausstellungs-Eröffnung nahm er zum Anlass, noch einmal öffentlich seinen Mitarbeitern zu danken. „Mein Nachfolger oder meine Nachfolgerin findet ein unschlagbares Team vor“, versicherte der Museumschef.

„So eine ähnliche Babypuppe

hatte ich auch“: Bei vielen Besucherinnen der Ausstellungs-Eröffnung wurden ganz persönliche Erinnerungen an die eigene Kindheit wach. Hei (3)



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