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Was Dr. Dieter Alfter für das kommende Jahr geplant hat

Museum im Schloss lockt mit Kultur und Kulturen

Bad Pyrmont (uk). Ausstellungen im Museum sind für Dr. Dieter Alfter „das Salz in der Suppe“ seiner Arbeit. Für das nächste Jahr hat der Museumschef – um im Bilde zu bleiben – erneut zum Salzstreuer gegriffen und für das Museum im Schloss fünf Ausstellungen angerichtet. Sie werden sich den unterschiedlichsten Themen widmen. Das Angebot reicht von moderner Kunst über Mailänder Spitze bis hin zu den traditionellen Bilderbuchwelten. Aber eine der Ausstellungen fällt aus dem üblichen Rahmen.

veröffentlicht am 03.11.2010 um 19:26 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 00:41 Uhr

Als Gastarbeiter gekommen, die Liebe gefunden und geblieben: Die
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„Willkommen in Bad Pyrmont!“ soll sie heißen und sich mit dem Zusammenleben verschiedener Kulturen in einem Kurort beschäftigen. Dieses ambitionierte Ausstellungsprojekt will Alfter in Kooperation mit dem Integrationsrat und dem Jugendparlament Bad Pyrmont verwirklichen (wir berichteten). Dem Kultur- und Sportausschuss stellte der Historiker jetzt Details vor. „Bad Pyrmont hat schon immer fremde Kulturen aufgenommen“, so Alfter. Das habe schon mit Flüchtlingen nach der Französischen Revolution begonnen. Kriegsflüchtlinge, Verwundete in den Lazaretten, Gastarbeiter, jüdische Rußland-Deutsche und zuletzt Bewohner der ehemaligen DDR sind seitdem nach Bad Pyrmont gekommen. „Viele sind geblieben und haben in Bad Pyrmont eine neue Heimat gefunden“, so Alfter. Die Ausstellung soll beschreiben, warum sie gekommen sind, was ihnen wichtig war und was sie deshalb mitgebracht haben, und wie sie Bürger dieser Stadt geworden sind. Begleitet wird die Ausstellung, die vom 9. bis 31. Juli im Museum zu sehen sein soll, von Filmabenden, Diskussionsrunden und Gesprächen.

Im Ausschuss stieß das Vorhaben auf großes Lob, nicht zuletzt angesichts der aktuellen Diskussion über Integration, der Beteiligung der beiden Beiräte und der Tatsache, dass sich das Pyrmonter Museum wieder einmal einem Pyrmonter Thema widmen werde. „Die Eröffnung der Ausstellung wird bestimmt völlig anders, als wir das von anderen Ausstellungseröffnungen kennen“, so Bürgermeisterin Elke Christine Roeder. Und Katrin Drinkuth (CDU) lobte, dass sich das Museum eines wichtigen Themas annehme. „Das wird bestimmt eine interessante Zeit.“

Doch auf die Besucher wartet noch viel mehr. Auf die diesjährige Weihnachtsausstellung „Parabeln der Fremdheit“, die bis vom 24. November bis 30. Januar Bilderbuch-Illustrationen und Bücher von Shaun Tan präsentiert, folgt vom 3. März bis 25. April eine Schau mit dem Titel „Gesammelte Bilder – Gesammeltes Leben“. Das Museum zeigt in Kooperation mit der Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg Werke der Klassischen Modernen, die der Deutschen Stiftung Denkmalschutz geschenkt wurden.

So kennt man Hermann van Veen – mit roter Nase. In Bad Pyr
  • So kennt man Hermann van Veen – mit roter Nase. In Bad Pyrmont wird er als Musiker (27.8.) und als Maler (18.8.-9.10.) zu Gast sein.
Eine der „echten Kerle“ von Manuela Otten (24.11.-29
  • Eine der „echten Kerle“ von Manuela Otten (24.11.-29.1.2012)
Die Ausstellung „Gesammelte Bilder – Gesammeltes Leb
  • Die Ausstellung „Gesammelte Bilder – Gesammeltes Leben“ mit Werken von Lyonel Feininger ist vom 3.3. bis 25.4. zu sehen.

Anlässlich des 29. Klöppelspitzenkongresses zeigt das Museum vom 29. April bis 15. Mai die Ausstellung „Mailänder Spitze auf neuen Wegen“. Der Deutsche Klöppelverband hatte bereits 2004 in der Kurstadt getagt. Der Kongress und die begleitenden Ausstellungen über Fächer hatten Tausende von Besuchern angelockt. Da sich Kongress und die Ausstellung im nächsten Jahr mit der „Landpartie“ im Kurpark überschneiden, werde die Stadt, so vermutete Roeder, wieder „brechend voll sein“.

Vom 18. August bis 9. Oktober – nach Abschluss der Schau „Willkommen in Bad Pyrmont!“ gehört das Museum den Werken von Hermann van Veen. Der niederländische Poet und Entertainer hat sich als Maler der modernen Kunst gewidmet. Von einem auf den anderen Tag habe er als Sechzigjähriger „einfach so angefangen zu malen“, weiß man von van Veen, dessen abstrakte Werke unter dem Titel „Als ob ich das Licht auffange“ zu sehen sein werden. Die Veranstaltungsleiterin des Staatsbades, Silke Schauer, so berichtete Alfter, habe sofort reagiert. Hermann van Veen wird mit seinem Programm „Unter 4 Augen“ am Samstag, 27. August, um 19.30 Uhr im Schlosshof zu Gast sein. An seiner Seite die Gitarristin Edith Leerkes.

Die traditionelle Bilderbuchausstellung zu Weihnachten ist Manuela Olten und ihrem Buch „Echte Kerle“ gewidmet. „Mädchen sind voll langweilig“, sie sind „Angsthasen“ und glauben an Gespenster – so denken jedenfalls die beiden kleinen echten Kerle, die Manuela Olten mit „wenig Text“ zum Leben erwecke. Zu zweit in ihrem Bett sind sie die Größten und amüsieren sich köstlich –, bis ein kleines schlafendes Mädchen gespensterhaft in ihrem Zimmer auftaucht ... (vom 24. November bis 29. Januar).

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