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Eindrucksvolles Schauspiel: die Demontage des Bauwerks über die Emmer

Monster-Kran rückt Brücke zu Leibe

BAD PYRMONT. Die Demontage der Hemsteeder Brücke bietet ein eindrucksvolles Schauspiel. Ein Schwerlastkran wird hierfür eingesetzt, der bis zu 500 Tonnen heben kann.

veröffentlicht am 08.05.2018 um 18:32 Uhr
aktualisiert am 08.05.2018 um 19:40 Uhr

Für die Demontage wurde die Brücke in mehrere Teile zersägt. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Zwei große Betonbögen überspannten am Dienstagmorgen noch die Emmer und das Ufergelände entlang der Bad Pyrmonter Bahnhofstraße. Sie waren zwar bereits in fünf gleich große Längsstreifen geschnitten, die lagen aber noch stabil auf dem Brückenpfeiler in der Mitte und den Uferfundamenten. Am Montag wurde schon der Schwerlastkran aufgebaut, der die Längsstreifen, die über die Emmer führen, aufnehmen und hinter sich auf der Straße wieder ablegen kann. Schließlich soll der Beton nicht in der unter Naturschutz stehenden Emmer landen.

Zuerst wurde ein Streifen quer vom Brückenpfeiler und dem Uferfundament abgeschnitten. Dann vorne, hinten und in der Mitte mit schweren Ketten am Kran festgemacht. Jetzt war Feinarbeit gefragt. Der Brückenpfeiler sollte möglichst gleichzeitig von den beiden gegenüberliegenden Streifen entlastet werden, damit er keinen Schaden nimmt. Denn er wird genauso wie das Uferfundament wiederverwendet für die neue Brücke. Hubertus König lässt seinen Kran die Muskeln spielen. Er kann bis zu 500 Tonnen heben. „Ist aber auch ein Präzisionsinstrument.“ Um ein, zwei Zentimeter hebt er den 45 Tonnen schweren Betonstreifen an, lässt ihn schweben. Das ist das Zeichen für den Baggerfahrer am Ende der Brücke, den gegenüberliegenden Längsstreifen wegzustemmen. Er setzt an drei Stellen mit seinem überdimensionalen Presslufthammer an, dann kracht das Betonstück aufs Ufer. Nun hebt der Schwerlastkran sein Brückenteil über Baumhöhe, dreht sich um 180 Grad und legt es hinter sich auf der mit Schotter dick ausgefütterten Straße wieder ab, wo es abtransportiert wird.

Nächster Brückenstreifen: Er hängt schon am Kran, aber der Führer merkt sofort, dass da etwas nicht stimmt. Ein Schnitt passt nicht oder etwas ist verkeilt. Nun gilt es nicht, die unvorstellbare Kraft des Krans zu entfesseln, sondern sofort aufzuhören, damit sich die Experten der Abbruchfirma Otto und der sich auf das Betonsägen spezialisierten Firma aus Bad Hersfeld auf Problemsuche begeben können. Es musste noch einmal gesägt werden. Nicht mit einer Kreissäge, sondern mit einem Stahlseil, das mit Diamanten beschichtet war. Das wurde durch den Beton gezogen. Damit kann man zwar dickere Teile durchschneiden als mit einem Sägeblatt, aber es dauert. Unter der Brücke wurde ein Ponton in Stellung gebracht, damit ja kein Schutt in die Emmer fällt. Kurz vor Mittag war es dann soweit und der Streifen war frei.

Demontage der Heemsteder Brücke: Ein Schwerlastkran hebt einen der 45 Tonnen schweren Betonstreifen an. Unter der Brücke wurde ein Ponton eingerichtet, damit kein Schutt in der Emmer landet. Foto: yt
  • Demontage der Heemsteder Brücke: Ein Schwerlastkran hebt einen der 45 Tonnen schweren Betonstreifen an. Unter der Brücke wurde ein Ponton eingerichtet, damit kein Schutt in der Emmer landet. Foto: yt

So wurde der eine ums andere Teil der Heemsteder Brücke mit gefühlvoller Kraft entfernt.



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