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Dieser Hund hat das Zepter in der Pfote und seine Familie Botzem im Griff

Mogol, der Herrscher, bellt polyglott

Bad Pyrmont. Würdevoll liegt er da, der Herr über einen ganzen Haushalt. „Mogol“ heißt er, und sein Name ist Programm. Er bedeutet Herrscher und passt so recht zu dem alten Herrn. Reichlich Falten hat er im Gesicht, und mit seinen 18 Jahren Lebensalter entspricht das nach einer Umrechnung des Institutes Mensch-Tier-Beziehung Wien einem gesegneten Menschenalter von 91 Jahren.

veröffentlicht am 24.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 09:21 Uhr

Mogol ist mit seinen 18 Jahren ein Ausbund an Duldsamkeit. Foto:

Autor:

Rudi Rudolph
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Mogol versteht vier Sprachen

In Bad Pyrmont regiert er den Haushalt der Familie Botzem in Holzhausen und schafft es, dass alle Familienmitglieder sich bereitwillig seinen Bedürfnissen anpassen. Auch wenn er Kommandos in vier verschiedenen Sprachen versteht, heißt das noch lange nicht, dass er sie auch befolgt.

Dieser individuelle Charakter, auch seine Freundlichkeit und Friedfertigkeit sind rassespezifisch, handelt es sich doch mit einem Shar-Pei um die wohl seltenste Hunderasse der Welt. Auch wenn Mogol im Februar 1991 in Florida/ USA geboren wurde, stammt seine Rasse aus China, wo sie sich bis in die Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) zurückverfolgen lässt.

Seine damalige Familie verlegte ihren Wohnsitz nach Paris, und Mogol wurde Franzose. Bald stand ein Wechsel nach Mailand an, es wurde polyglott gebellt, und Mogol verbrachte neun glückliche Jahre mit einer rassigen Hundedame im sonnigen Süden.

Als diese sich in den Hundehimmel verabschiedete, begann für Mogol die schlimmste Zeit: Die Trauer zehrte an ihm, er wurde apathisch und teilnahmslos, eine Lösung musste her. Über Österreich kam er per Auto und Flugzeug zu Botzems, die eigentlich nur eine Durchgangsstation sein sollte – doch die Zwischenlösung wurde zum Dauerzustand. Mogol nahm das Zepter in die Pfote, lenkte mit viel Verständnis seine Menschen und wurde in Bad Pyrmont heimisch. Auch wenn er über die Jahre siebenmal böse gebissen wurde, hat das seinem zuträglichen Charakter keinen Abbruch getan.

Als Hund der Rasse Molosser und den doggenartigen verwandt, ist er ein Ausbund an Duldsamkeit. Inzwischen beginnen auch die ersten Alterszipperlein. Das Laufen fällt schwerer, das Schlafbedürfnis wird größer. Aber Frauchens Mittelchen, besonders Glucosamine, helfen ihm über Schwierigkeiten hinweg. Shar-Peis werden sonst nicht annähernd so alt. Da ist es gut möglich, dass Mogol auch noch im „Guinness Buch der Rekorde“ landet. Gewünscht sei es dem alten Herrn und bestimmt auch seiner Familie.



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