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Das Detmolder Berufskolleg soll für 7,8 Millionen Euro saniert werden – und als Vorzeigeobjekt dienen

Modellprojekt zum Klimaschutz vorgestellt

Kreis Lippe (red). Das Thema Klimaschutz ist vor dem Hintergrund der Klimakonferenz in Kopenhagen aktueller denn je. Experten sind sich darin einig, dass es besonders für die nachfolgenden Generationen unabdingbar ist, die Umwelt schon heute so wenig wie nötig zu belasten. Unter dieser Zielsetzung steht auch die vom Kreistag beschlossene Modernisierung und Erweiterung des Berufskollegzentrums an der Saganer Straße in Detmold.

veröffentlicht am 07.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 05:21 Uhr

Modellprojekt zum Klimaschutz: das Felix-Fechenbach-Berufskolleg
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So entwickelt der Kreis Lippe gemeinsam mit dem Detmolder Architekturbüro „pape oder semke“ ein Modellprojekt zur energetischen Sanierung der Gebäude nach dem Passivhausstandard, dass weit über Lippe hinaus strahlen soll. Ziel ist eine deutliche Reduzierung des CO2-Ausstoßes um mehr als 70 Prozent. Das Konzept stellten die Projektbeteiligten im Felix-Fechenbach-Berufskolleg vor.

„Energieeffizientes Handeln muss in der heutigen Zeit selbstverständlich sein“, betonte Landrat Friedel Heuwinkel (CDU). „Wenn wir damit bei unseren kreiseigenen Schulen ansetzen, ist das auch für die Schüler eine Anregung, umweltbewusst zu agieren.“ Ein wegweisender Grundsatzbeschluss des Kreises Lippe sieht vor, alle Neubauten im Passivhausstandard zu errichten und bei Gebäudesanierungen diesen Standard möglichst anzustreben. Die Sanierung ist an fünf Gebäudeeinheiten der beiden Berufskollegs vorgesehen, die allesamt in den 1950er und 60er Jahren errichtet worden sind. Geplante sind für die Gebäude, die kleine Turnhalle und die Verbindungsbauten die wärmetechnische Verbesserung der Fassade, der Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie die Mobilisierung weiterer Energieeinsparmaßnahmen. Horst Klüter, Schulleiter des Felix-Fechenbach-Berufskollegs und Klaus Kuhlmann, Eigenbetriebsleiter Schulen des Kreises Lippe, erhoffen sich von dem Projekt einen hohen, zukunftsweisenden Qualitätsstandard hinsichtlich eines effizienten Energieeinsatzes. Die Gebäude und ihre Technik sollen dabei als Präsentationsobjekt dienen. „Wir wollen die Maßnahmen transparent machen für unsere Schüler, für Unternehmen und Interessierte und so zu dem notwendigen Wissenstransfer beitragen. Mit den Abteilungen Metall- und Anlagentechnik, Elektro- und Informationstechnik sowie Holztechnik und Baudenkmalpflege ist das Felix-Fechenbach-Berufskolleg für dieses Leuchtturmprojekt in besondere Weise prädestiniert.“

Für die Umsetzung des Projektes ist ein Planungsprozess mit Fachleuten und Ingenieuren notwendig, der durch das Architekturbüro pape oder semke koordiniert wird.

Die Erstellung des Konzeptes wird dabei zu 80 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. „Das zukunftsweisende Förderprogramm möchte Innovationen zum Klimaschutz unterstützen, wie sie nur größere Kreise von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen gemeinsam hervorbringen können“, hoben die federführenden Architekten Harald Semke und Monika Marasz hervor. „So können nicht nur vonseiten des Klimaschutzes sondern auch hinsichtlich Energieeinsparung und Entwicklung technischer Innovationen Wirtschaftsressourcen für die Zukunft gesichert werden.“ Das Investitionsvolumen für die bauliche Erweiterung und die energetische Sanierung der Gebäude mit kleiner Turnhalle wird von den Experten auf rund 7,8 Millionen Euro geschätzt. Für die Erweiterungen sind dabei Mittel aus dem Konjunkturpaket II eingeplant.



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