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Tempo 200 im Visier: Dirk Regenauer nutzt den Flugplatz Kleinenberg für einen Rekordversuch

Modell-Fan im Rausch der Geschwindigkeit

Kleinenberg. Schneidend kalt fegt der Wind aus Süd-West mit nur sechs Grad über die Start- und Landebahn des Flugplatzes bei Kleinenberg. An diesem diesigen Tag versucht Dirk Regenauer, einen persönlichen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen. Alles ist mit der Flugleitung des Platzes abgesprochen, die zeitweise die Start- und Landebahn sperrt. „Mal gucken, was geht,“ sagt Regenauer. „Mein Problem ist die Temperatur, denn da kühlen die Akkus zu schnell aus und können nicht die ganze Power für den Versuch entwickeln.“ Auf der anderen Seite entwickele der Motor eine große Hitze, die durch einen Extralüfter minimiert und durch Aluminiumbleche abgeleitet werden müsse, erklärt der Modellsport-Fan und meint: „Nicht ganz einfach, doch ich hoffe, es klappt.“

veröffentlicht am 02.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 10:21 Uhr

Mit 143 Stundenkilometern rast das Modellauto über die Start- un

Autor:

Heiko Gropp
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Seit zweieinhalb Jahren hat sich Regenauer dem Modellsport verschrieben – und zwar mit Autos vom Maßstab 1:8. Gut 1200 Euro und 100 Arbeitsstunden hat Regenauer für sein Rekordversuchsauto aufgewandt. „Faszinierend dabei ist die Schrauberei an den Modellen, sie dadurch noch besser und schneller machen zu können und natürlich das Fahren eines Rennens“, sagt er. Er staune, was für eine Kraft aus diesen kleinen Autos herauskomme.

Normalerweise seien die Autos bis zu 70 Stundenkilometer schnell und das mit Verbrennungsmotoren mit bis zu fünf Kubikzentimetern oder mit einem Elektromotor bis zu vier Kilowatt Leistung. Meistens handle es sich um Offroadfahrzeuge“, Regenauer sei aber mit einem Glad-Bahner und Elektromotor gekommen, um einen Geschwindigkeitsrekord von 200 Stundenkilometern zu erreichen. Zurzeit liegt der Weltrekord bei 250 Stundenkilometern, aufgestellt in den USA. „Da werde ich wohl nicht hinkommen, aber 200 Stundenkilometer, das wäre schon was.“

Dann soll es losgehen. Regenauer checkt noch einmal das Modell. Um die erreichte Höchstgeschwindigkeit zu beweisen, setzt er ein GPS-Gerät in das Modell ein, dann die Akkus, die zuvor im warmen Luftstrom der Autoheizung lagen. Mit schnellem Schritt geht es auf die Start- und Landebahn. Begleitet wird der Modell-Rennfahrer von Freunden und Bekannten, die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollen. Alexander Fix dokumentiert alles mit einer Videokamera. Mit pfeifendem, singendem Geräusch fährt das Modell dann gen Westen, zum Anfang der Piste, dreht und passiert wie ein rasender Pfeil die Zuschauer, während es fast die ganze Bahn von 600 Metern Länge ausnutzt. Regenauer steuert über Funk das Modell zurück. Er hebt die Karosserie ab und blickt auf die GPS-Daten. Nur 143 Stundenkilometer. Aber er gibt nicht auf. Er baut ein anderes Übersetzungsrad ein und startet einen neuen Versuch. Doch es soll heute nicht sein. Eine Schraube hat sich gelöst und beim dritten Versuch springt das Rad von der Antriebswelle. Es bleiben 143 Stundenkilometer. Dirk Regenauer gibt aber nicht auf: „Im Frühjahr werde ich es erneut versuchen.“

Vor dem Rekordversuch noch ein Check an dem Modell: Johannes Mil
  • Vor dem Rekordversuch noch ein Check an dem Modell: Johannes Milius, Lars Büker, Dirk Regenauer und Alexander Fix (von links).

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