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Erhöhung der Wassergebühren für Freibad-Sanierung / Lärmschutz fehlt in der Kalkulation

Modell der Finanzierung vorgestellt

Augustdorf. Die Concunia GmbH (Münster) hat der Gemeinde Augustdorf ein Gutachten zur Finanzierbarkeit der Freibadsanierung vorgestellt. Grundlage war ein Beschluss des Gemeinderates auf Antrag von SPD- und FWG-Fraktion sowie des Ratsherrn Roger Ritter (FDP), eine Stellungnahme der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Concunia erarbeiten zu lassen. Das Gutachten sollte die Finanzierbarkeit der Sanierung sowie die Übernahme des laufenden Betriebes und die Unterhaltung des Freibades durch die Gemeinde beinhalten. Ziel des Gutachtens sollte die Führung und Leitung des Freibades als Eigenbetrieb „Bäderbetrieb“ im Verbund der Gemeinde sein. Die Concunia geht von einem Investitionsvolumen von 3,356 Millionen Euro aus. Darin sind Planungskosten in Höhe von 576 000 Euro enthalten. Das Freibad erhielte dann ein Edelstahlbecken, der Sprungturm fiele weg und das Becken würde kleiner werden. Noch nicht berücksichtigt sind die Kosten für die erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen. Ein Gutachter hat eine mindestens acht Meter hohe Lärmschutzmauer zum Schutz der angrenzenden Wohnhäuser genannt.

veröffentlicht am 26.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 14:21 Uhr

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Die Sanierung müsste über einen Kredit finanziert werden. Sofern Städtebaufördermittel oder andere Zuschüsse fließen können, reduziert sich die Kreditaufnahme um diesen Betrag.

Im Ergebnis ist festzustellen, dass das Freibad auch unter maximal optimierten Bedingungen defizitär bleibt. Auch wenn die Gebühren der Gemeindewerke im höchstmöglichen Maße gesteigert und Investitionszuschüsse eingeworben werden, verbleibt ein Fehlbetrag im Haushalt. Ohne eine Gebührenerhöhung und mit einem Investitionszuschuss in Höhe von 100 000 Euro würde im Jahr 2016 ein Kostendeckungsbedarf von rund 237 000 Euro entstehen. Mittel- bis langfristig beliefe sich der auf ca. 238 000 Euro. Dabei wird von einem Zinssatz von 1,98 Prozent (15 Jahre fest) und einer jährlichen Tilgung von vier Prozent ausgegangen. In 20 Jahren summiert sich der (kapitalisierte) Kostendeckungsbedarf auf 4 138 639 Euro. Das Defizit kann durch Erhöhungen der Wasser- und Abwassergebühren oder durch höhere Zuschüsse vermindert werden. Das im Jahr 1964 gebaute Freibad hat ein 994 Quadratmeter großes Schwimmerbecken mit 50-Meter-Bahn, der Freibadförderverein Augustdorf unterstützt die Gemeinde bei der Bewirtschaftung. Das Freibad ist von Anfang Juni bis Ende August geöffnet.red



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