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Bauausschuss befürwortet mit Stimmen der SPD O2-Antrag / Ortsvorsteher will „alle Hebel in Bewegung setzen“

Mobilfunk: Windradbetreiber bekommt Post aus Baarsen

Bad Pyrmont (uk). Die Einwohner von Baarsen wollen die Einrichtung einer Mobilfunkanlage an einer der dort stehenden Windkraftanlagen nicht widerstandslos hinnehmen. Baarsens Ortsvorsteher Paul von der Heide kündigte einen offenen Brief an den Betreiber des Windrades an.

veröffentlicht am 15.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 10:21 Uhr

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„Wir werden ihn vorsorglich auf mögliche Regressforderungen hinweisen, falls durch den Betrieb der Mobilfunkanlage gesundheitliche Schäden entstehen“, sagte der SPD-Politiker den Pyrmonter Nachrichten.

Zuvor hatte von der Heide verfolgen müssen, wie der Antrag des Mobilfunkers „Telefónica O2“ im Bauausschuss mehrheitlich angenommen wurde – und zwar ausschließlich mit den Ja-Stimmen seiner Parteifreunde. Die CDU-Vertreter enthielten sich bei der Abstimmung, lediglich Oliver Steinwedel von der FDP stimmte mit Nein.

Baarsens Ortsvorsteher – und mit ihm viele andere Ortsbewohner – will den Beschwichtigungen keinen Glauben schenken, dass von dem Betrieb der Anlage keine „besondere Gefährdung“. wie O2 versichert, ausgehe, da die zulässigen Höchstwerte bei weitem unterschritten würden. Diese Auffassung bekräftigte im Bauausschuss auch Bürgermeisterin Elke Christina Roeder.

Trotzdem: „Wir werden alle Hebel dagegen in Bewegung setzen“, kündigte von der Heide an. Hoffnung setzt er auf die EU-Kommission, von der er gehört habe, dass sie die Richtlinien für die Elektrosmog ändern wolle, nachdem in Spanien ein Richter alle Mobilfunksender sofort hatte abschalten lasse, weil es eine Häufung von Krebsfällen in der betroffenen Region gegeben habe.

Grundsätzlich sind Mobilfunkanlagen, wie sie O2 bei Baarsen betreiben möchte, genehmigungsfrei. Das Pyrmontner Baudezernat war aber im August 2007 auf Intervention von Paul von der Heide eingeschritten und hatte die Montage gestoppt, weil dort wegen der Planungen für die Suche nach geeigneten Flächen für Windkraftanlagen eine Veränderungssperre gilt. Davon wusste O2 offenbar nichts. Das Unternehmen stellte darauf hin einen Antrag auf Ausnahme von der Veränderungssperre und gewinnt damit zwei Monate Zeit. Denn am 15. Juni läuft die Sperre ab, und O2 hätte ohnehin freie Hand.



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