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Zwischenstand Tourismusabgabe

Mitgliederzahl verdoppelt – doch das Ziel ist noch weit

BAD PYRMONT. Der Kur- und Verkehrsverein hat bei seinen Bemühungen, die Tourismusabgabe für Bad Pyrmont zu verhindern, die Zahl seiner Mitglieder seit Beginn der Kampagne verdoppeln können. „Damit haben wir aktuell ein Beitragsaufkommen von rund 80000 Euro“, teilte die Vorsitzende Martina Tigges-Friedrichs mit.

veröffentlicht am 15.11.2017 um 12:36 Uhr
aktualisiert am 15.11.2017 um 15:14 Uhr

„Es ist noch viel Überzeugungsarbeit notwendig.“: Martina Tigges-Friedrichs und die KVV-Vortstandsmitglieder führen zurzeit viele Einzelgespräch. Foto: PN-Archiv/jl
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Das Ziel von 150000 Euro ist damit aber noch ein gutes Stück entfernt. Und der Zeitrahmen ist ein Stückchen enger geworden.

Der Verein setzt darauf, mit einem größeren Mitgliederbestand und einer entsprechenden finanziellen Leistungsfähigkeit als Gesellschafter der Bad Pyrmont Tourismus GmbH (BPT) ein größeres Mitspracherecht über die Verwendung der Mittel zur Tourismus- und damit Wirtschaftsförderung zu bekommen und gleichzeitig die Stadt Bad Pyrmont finanziell zu entlasten. Vergangene Woche hat die Stadtverwaltung 1470 Pyrmonter Betriebe und Gewerbetreibende angeschrieben, um auf das Anliegen des KVV aufmerksam zu machen. Eine Beitrittserklärung lag allen Schreiben bei. Die ersten Rückmeldungen gibt es bereits, doch ein Selbstläufer ist die Aktion nach den bisherigen Erfahrungen des KVV-Vorstands lange nicht. „Wir führen unglaublich viele Einzelgespräche, denn wir müssen immer noch viel Überzeugungsarbeit leisten, dabei sollte die Problematik mittlerweile bekannt sein“, so Tigges-Friedrichs. Nach ihren Worten kommen die Neuzugänge aus allen möglichen Branchen. „Das geht querbeet.“

Der KVV-Vorstand will sich nun noch gezielt um die Freiberufler wie beispielsweise Rechtsanwälte und Steuerberater kümmern, von denen offenbar nicht alle von der Stadt angeschrieben worden sind. Vom Pyrmonter Ärzteverein, der Mitglieder ohnehin schon vorher sehr gut im KVV vertreten sind, hat es laut Tigges-Friedrichs sehr positive Rückmeldungen gegeben. „Die Mitgliedschaft der Ärzte ist ein klares Signal für Solidarität, denn bei der Erhebung einer Tourismusabgabe durch die Stadt würden sie deutlich weniger bezahlen als bei einer freiwilligen Mitgliedschaft im KVV.“

Mit groß gestalteten Anzeigen will der Verein Ende der Woche noch einmal Gas geben. Dort sollen alle Mitglieder aufgeführt werden. „Wir setzten darauf, dass sich dadurch viele Gewerbetreibenden noch einmal bewusst mit diesem Thema auseinandersetzen“, lautet die Hoffnung der Vorsitzenden.

Am 14. Dezember soll der Rat über die Einführung der Abgabe entscheiden, aber die Stadtverwaltung möchte zur Vorbereitung der Sitzung schon vorher wissen, wohin die Reise geht. „Wir haben uns auf den 8. Dezember als Stichtag geeinigt“, so Tigges-Friedrichs. „Bis dahin müsste ohnehin klar sein, ob wir das Ziel erreichen oder nicht. Abwarten macht keinen Sinn.“

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