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Russsisches Paar siegt beim World Cup, doch Otlile Mabuse und Marius Iepure gewinnen die Krone

Mit vollem Körpereinsatz

Bad Pyrmont. Motsi Mabuse, Expertin aus der RTL-Tanzshow „Let`s dance“ und in Bad Pyrmont als Co-Moderatorin beim „World Cup Latein“ im Einsatz, brachte es auf den Punkt: „Das Ganze muss nach viel Spaß aussehen“, betonte sie vor laufender NDR-Kamera, als sie den schnellen und spritzigen Tanz Jive beschreiben sollte.

veröffentlicht am 13.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:41 Uhr

Autor:

Karin Heininger
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Und es sah tatsächlich ganz leicht und nach sehr viel Spaß aus, was die 21 Paare aus 11 Nationen mit vollem akrobatischen Körpereinsatz und in fetzigen Kleidern aufs Parkett legten, vom Publikum im ausverkauften Schlosshof begeistert gefeiert und angefeuert. Bei angenehmen Temperaturen, was während des Abends öfter betont wurde, in Erinnerung an das Kältezittern vor zwei Jahren beim ersten Pyrmonter Tanzturnier unter freiem Himmel.

Nun aber waren die Bedingungen ideal, auch wenn der Abend ein paar kleine Macken aufwies. So hatte zum Beispiel Joachim Llambi, Direktor der Professional Division im Deutschen Tanzsportverband und bewährter Turnierleiter in Bad Pyrmont, für den Einmarsch aller Paare eine Fahne für die Neulinge aus China geordert – bekommen hatte er eine Fahne aus Chile. Die Computer, mit dem die neun internationalen Wertungsrichter ihre Noten für die einzelnen Paare festhielten, gaben zeitweise ihren Geist auf, sodass die profilierten Kenner wie früher auf Block und Bleistift zurückgreifen mussten. Und als am Ende für das russische Siegerpaar deren Nationalhymne gespielt wurde, erklang die Musik per CD in einer Endlosschleife.

Doch Joachim Llambi meistert souverän offenbar jede Situation, und so wurden auch diese Nebensächlichkeiten ganz locker genommen. „Es ist wunderschön hier, die schönste Kulisse für ein Tanzturnier, die ich je gesehen habe“, äußerte sich begeistert Motsi Mabuse. Die Jury-Partnerin von Llambi aus „Let`s dance“ war mit ihrer südafrikanischen Familie angereist und stand – in einem überraschend braven Kleid, aber mit den denkbar höchsten High Heels – dem Turnierleiter zur Seite. Sie tanzte mit Kurdirektor Maik Fischer einen langsamen Walzer zur Eröffnung, aber als sie später auf Wunsch des Publikums mit Llambi über das ausgelegte Parkett schwebte, sah man, dass da zwei Profis am Werk waren.

Profis sind auch die Tanzpaare aus Estland, Italien, Korea, Portugal, den Niederlanden Russland, Slowakei, Türkei, Ungarn, Deutschland und zum ersten Mal auch aus dem asiatischen Raum: Zwei Paare aus China und eins aus Südkorea. So voll war das Pyrmonter Parkett selten, als alle zu Beginn einmarschierten. Doch nach den ersten Runden Samba, Rumba, Cha Cha, Paso doble und Jive trennten die strengen Wertungsrichter die guten von den sehr guten Paaren: Acht Paare sicherten sich sofort das Semifinale, die übrigen bekamen in einem „Hoffnungslauf“ eine zweite Chance, sodass schließlich ein Dutzend Tänzer das Halbfinale bestritt.

Was Tanzen heute für junge Leute bedeutet, führten Moritz Baer und Pantea Nekuienia mit einem originellen Hip Hop vor. Moritz ist übrigens der Sohn des bekannten Turnierpaares Baer/Lankenau, das in früheren Jahren einige Male hier um die „Pyrmonter Krone“ tanzte.

Diese begehrte Trophäe, seit 1972 Bad Pyrmonts Preis für Publikumslieblinge auf dem Parkett, bekam jetzt zum zweiten Mal Otlile Mabuse, Schwester von Motsi und samt Partner Marius Cristian Iepure von den Besuchern auch wegen ihrer großen Ausstrahlung mit überwiegender Mehrheit gewählt. Die Jury aber sah es anders: In einem furiosen Finale sicherte sich das elegante russische Paar Vitaly Panteleev/Angelina Nechkhaeva den World Cup Latein. Zweite wurden Juri Kagan/Anastasia Selivanova aus Estland, auf Platz drei kamen Saverio Loria/Zeudi Zanetti aus Italien. Das andere italienische Paar, Daniele Sargenti/Uliana Fomenko, kam auf Platz vier, gefolgt von Hou Yao/Zhuang Ting aus China, ebenfalls beim Publikum sehr beliebt, und Otlile Mabuse/Marius Cristian Iepure.

Tänzerisches Können und Eleganz: Angelina Nechkhaeva und Vitaly Panteleev aus Russlandgewannen den World Cup Latein der Profitänzer. Auf dem Parkett immer dabei: ein NDR-Kameramann. yt



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