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Helfer sammeln Weihnachtsbäume für das Bikebrennen

Mit viel Elan in die neue Tradition

BAD PYRMONT. Für das Bikebrennen wurden im Bad Pyrmont zahlreiche Weihnachtsbäume eingesammelt.

veröffentlicht am 13.01.2019 um 21:17 Uhr

Antonius Thier und Sohn Mathis (hinten) sowie David Schlei sind mit ihrem Sammelergebnis zufrieden. Foto: ar
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Rudi Rudolph Reporter
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Usseliges Wetter empfing die bunt vermummten Gestalten, die sich am Samstagmorgen bei der Holzhäuser Schule einfanden, um den Ortsteil von seinen noch vorhandenen Weihnachtsbäumen zu befreien. Kleine und große Gestalten, Kinder und Eltern, waren dem Aufruf des Lions Clubs, der Schulelternschaft der Grundschule Holzhausen und der Freiwilligen Feuerwehr gefolgt, an diesem Tag die ausgedienten Weihnachtsbäume von den Häusern und Wohnungen des Ortsteils gegen einen kleinen Obolus abholen und an die Straße legen zu lassen.

Von dort sollten sie dann abtransportiert und am Schützenplatz abgelegt werden. Holzhausen war in verschiedene Sektoren aufgeteilt worden, wo sich die Gruppen ihrer Aufgabe widmeten, und offensichtlich war diese Aktion durch Aushänge, Presse und Mundpropaganda so verbreitet worden, dass sich viele Bürger der Sammlung anschlossen.

Abgenadelte Kiefern, noch recht frische Exemplare, solche mit noch Weihnachtsschmuck daran, wurden da in Empfang genommen, doch kurioserweise waren unter den Entsorgungsprodukten sogar noch einige original verpackte Weihnachtsbäume, die wohl nicht einmal bis zu ihrer Zweckbestimmung gelangt waren.

Mit viel Elan gingen die über 80 Großen und Kleinen ans Werk, denn wo die Sammler auch hinkamen, stießen sie auf durchweg positive Resonanz. „Wir haben Bäume mit einer Spende bekommen, auch Spenden ohne Bäume, manchmal gab es auch Süßigkeiten, egal, ob mit oder ohne Baum,“ berichtet eine kleine Sammlerin. Doch die Kinder legten ihre Bäume nicht an die Straße, denn viele Eltern waren mit ihren PKW und Anhängern unterwegs, um die gesammelten Fichten auf den Schützenplatz zu bringen, und so wurde direkt aufgeladen.

Obwohl es im Laufe des Vormittags immer stärker regnete, ließen sich die Sammler nicht die Laune verderben. Antonius Thier rollte mit seinem vollen Anhänger auf den Platz, stoppte vor dem Baumstapel und entlud die Fichten mithilfe von Sohn Mathis und dessen Freund David Schlei. Alle nass, und doch mit großer Zufriedenheit.

Immerhin ist dieser Event eine attraktive Möglichkeit, wieder einmal untereinander ins Gespräch zu kommen und die Dorfgemeinschaft zu fördern. Und in einer Woche, am 19. Januar, findet das große Verbrennen, also das Bikebrennen, auf dem Schützenplatz statt. Dann werden die gesammelten Bäume in Asche verwandelt, Stück für Stück und immer jeweils einzeln in einer Brenntonne, fachmännisch beobachtet von der Holzhäuser Feuerwehr. Gleichzeitig ist das ein Dankeschön für alle beteiligten Holzhäuser, die sich dann zu Bratwurst und den passenden Getränken dort einfinden sollen, um das Bikebrennen gemeinsam zu begehen.

Die bösen Geister, deretwegen das Bikebrennen einst im Norden Deutschlands in die Welt gesetzt wurde, um diese zu vertreiben, gibt es wohl an jedem Ort, weswegen dieser Brauch auch hier Einzug halten kann.

Und die große Resonanz zeigt, dass der gute Zweck gerne unterstützt wird, denn die gesammelten Spenden sollen der Kinder- und Jugendarbeit in der Holzhäuser Kinderwehr sowie der Grundschule für die Anschaffung von außerplanmäßigen Lernmitteln zugutekommen.



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