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Bürgersinn/FDP-Fraktion trifft personelle Entscheidungen für die Ratsarbeit

„Mit uns ist zu rechnen“

Bad Pyrmont. Die Fraktion aus Bürgersinn und FDP im Pyrmonter Rat hat sich nach dem Tod von Wilfried Seibel personell neu aufgestellt und Vorsitz- und Nachfolgefragen geregelt.

veröffentlicht am 30.12.2015 um 17:27 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

HANS-ULRICH KILIAN
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Bad Pyrmont. „Mit uns ist auch weiterhin zu rechnen!“ Adelheid Ebbinghaus lässt keinen Zweifel daran, dass auch nach dem Tod des Bürgersinn-Erfinders Wilfried Seibel vor drei Wochen die Arbeit der Wählergemeinschaft im Rat konsequent fortgesetzt wird. Mittlerweile konnte die Ratsfraktion (zwei Vertreterinnen des Bürgersinns, einer der FDP) die Personalfragen klären.

Ebbinghaus übernimmt den Fraktionsvorsitz, den bislang Christian Güse von der FDP inne hatte. Das sei ausschließlich beruflich begründet, so Güse, der als selbstständiger Unternehmer in den vergangenen Monaten viel Zeit im Ausland verbracht hat. Das Ratsmandat von Wilfried Seibel übt künftig Marina Lauterbach (57) aus, die seit der Kommunalwahl 2011 als erste Nachrückerin auf der Bürgersinn-Liste stand. „Wir sind Frau Lauterbach dafür sehr dankbar“, betont Ebbinghaus. Die selbstständige Pflegesachverständige ist künftig reguläres Mitglied des Ausschusses für Feuerschutz, Sicherheit und Verkehr und übernimmt Vertretungen im Aufsichtsrat der Bad Pyrmont Tourismus, im Schulausschuss, im Forstausschuss, im Kultur- und Sportausschuss, in den Arbeitskreisen Weltkulturerbe und Fair Trade Stadt und in der Steuerungsgruppe für den Neubau des Humboldt-Gymnasiums.

Auch eine Entscheidung über den Vorsitz des Kulturausschusses hat die Bürgersinn/FDP-Fraktion mittlerweile getroffen. „Den übernehme ich“, so Ebbinghaus (61), die sich ganz der Arbeit ihres Vorgängers Wilfried Seibel an dieser Stelle sieht, die zuletzt vor allem der Weltkulturerbebewerbung Bad Pyrmonts galt. „Wir werden die Arbeit von Dr. Alfter mit wachen Gedanken begleiten und unterstützen“, betont sie. Seibel und Alfter, der sich um das Bewerbungsverfahren kümmert, waren in den letzten Monaten mehrfach aneinander geraten, die Senioren Union hatte sogar Seibels Rücktritt als Vorsitzender des Kulturausschusses gefordert. „Das ist keine Kaffeekränzchenrunde, da geht es um knallharte wirtschaftliche Interessen“, betont Güse und fordert: „Bad Pyrmont muss mit harten Bandagen darum kämpfen, bei der Bewerbung dabei zu bleiben, sonst fallen wir hinten runter.“

Doch es gibt noch andere Themen für die Fraktion. Seibel und Ebbinghaus kündigten einen Prüfantrag an. Die Verwaltung soll klären, ob es möglich ist, im Bauhof künftig bevorzugt Bewerber zu berücksichtigen, die sich im Feuerwehrdienst bewerben. „Die Auflösung der Feuerwehr Großenberg ist nur der Anfang, die Lücken werden mit Freiwilligen so ohne Weiteres nicht zu füllen sein, und eine Berufsfeuerwehr können wir uns nicht leisten“, so Güse. Auch um das Thema Wirtschaftsförderung wollen sich die Bürgersinn- und FDP-Vertreter kümmern. „Es reicht nicht, die Stelle eines Wirtschaftsförderers zu schaffen, es müssen auch die nötigen Mittel zur Verfügung gestellt werden“, betont Güse. Ebbinghaus kündigte außerdem eine intensive Auseinandersetzung mit der Schulthematik an. „Wir werden vor allem darauf achten, ob der Landkreis Bad Pyrmont und Hameln gleich behandelt, wie es zugesichert worden ist. Wir haben da so unsere Zweifel.“

Weitere Fragen will der Bürgersinn Anfang Februar gemeinsam mit Mitgliedern erörtert. Dabei soll es auch um ein Stimmungsbild hinsichtlich der Frage gehen, ob die Wählergemeinschaft zur Kommunalwahl antritt. „Ohne uns würde was fehlen, das hören wir immer wieder“, so Ebbinghaus.



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