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Dank akribischer und hartnäckiger Kleinarbeit: Kurt Lindhorst fasst Denk- und Ehrenmäler in einer Dokumentation zusammen

Mit Rat und Tat – und Liebe zur Heimat

Bad Pyrmont. Rechtzeitig vor dem Volkstrauertag im letzten November waren an 15 Gedenkstätten in Bad Pyrmont Metallschilder aufgestellt worden, die in kurzen Texten auf die jeweilige Bedeutung als Ehrenmal, Mahnmal oder Erinnerung an Kaiser, Könige, Künstler, Komponisten und Wissenschaftler hinwiesen.

veröffentlicht am 13.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:41 Uhr

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Autor:

Rudi Rudolph
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Darüber war nun eine Dokumentation entstanden, die Kurt Lindhorst, Initiator und Lokomotive der Aktion, am Montagnachmittag in zwei prallen Ordnern an die Stadt weitergab. Als wesentlicher und federführender Mitstreiter des Initiativkreises Denk- und Ehrenmäler in Bad Pyrmont und in Anwesenheit der beiden daran beteiligten Mitglieder Museumsleiter Dr. Dieter Alfter und Georg-Jesco von Puttkamer überreichte Lindhorst die Dokumentation im Tischbeinsaal des Schlosses an Bürgermeisterin Elke Christina Roeder sowie Jürgen Harney als Repräsentant der unteren Denkmalbehörde.

In akribischer und hartnäckiger Kleinarbeit hatte der ehemalige Stadtoberamtsrat die Denk- und Ehrenmäler im Stadtgebiet zusammengetragen, geordnet und aufgelistet. Dazu war bereits im Jahre 2012 das Buch „Denkmal“ mit dem Initiativkreis als Herausgeber erschienen, das von zahlreichen Pyrmonter Sponsoren gefördert wurde und das als Ergänzung zu dem bei der Stadt vorliegenden „Ehrenbuch“ zum Gedenken an die Kriegsopfer des Zweiten Weltkrieges nunmehr Orte des Gedenkens enthält.

Das allerdings war dem umtriebigen Kurt Lindhorst zu wenig. Aus seiner langen Erfahrung als Stadtführer berichtete er, dass er häufig schon auf die Bedeutung verschiedener Mahnmale, Gedenksteine und Ehrentafeln angesprochen worden sei. Nun werde die Information mithilfe der aufgestellten Schilder gut angenommen. „Das ist Liebe zur Heimat“, lobte Dr. Dieter Alfter, „mit der Dokumentation liegt uns erstmalig eine richtig seriöse, wissenschaftliche Arbeit zum Themenkomplex der Ehrenmäler vor.“ Auch Bürgermeisterin Elke Christina Roeder sparte nicht mit Lob und Anerkennung. „Man muss immer wieder erinnern und mahnen, und es gibt ein öffentliches Bedürfnis nach Dokumentation. Der Bauhof wird weiter zur Erhaltung beitragen, und da ist es gut, dass jemand kundig durchs Stadtgebiet geht und schaut.“

Und Georg-Jesco von Puttkamer ergänzte: „Solche Menschen brauchen wir!“ Dass Kurt Lindhorst in diesem Jahr seinen 89. Geburtstag begeht, ficht ihn nicht an. Gerne erklärt er sich bereit, weiterhin mit Rat und Tat „seine“ Stadt zu unterstützen, seine Erkenntnisse im Rathausarchiv zu verifizieren und die Vergangenheit mit Ausarbeitungen erlebbar und erinnerbar zu gestalten. Er ist sich sicher: „Ich mach’s gerne, manchmal träume ich sogar davon.“



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