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Detlev Block begleitet literarisch den Osterspaziergang der Museumsfreunde

Mit Goethe durch den Kurpark

BAD PYRMONT. „Vom Eise befreit.sind Strom und Bäche...“ Dieser Beginn des Osterspaziergangs aus Goethes Drama „Faust“, gelesen von dem Pyrmonter Autor Detlev Block, erreichte etwa 30 Spaziergänger des Museumsvereins auf der Schlossbrücke in Sommer-Shirts und mit Sonnenbrillen.

veröffentlicht am 22.04.2019 um 20:20 Uhr

Osterspaziergang mit Vorlesung: 30 Museumsfreunde wanderten am zweiten Feiertag durch den Kurpark und hörten in den Pausen Detlev Block (mit Buch) zu. Foto: Hei
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Autor

Karin Heininger Reporterin
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Bei heiterer Festtagsstimmung und Sonne satt zogen die Museumsfreunde los, nachdem Vereins-Vorsitzender Klaus-Henning Demuth auf der Schlossbrücke die Teilnehmer, darunter Bürgermeister Klaus Blome, begrüßt und Detlev Block mit Goethe auf den literarischen Osterspaziergang durch den Kurpark eingestimmt hatte.

Und mit Johann Wolfgang von Goethe ging es dann auch weiter. Wie sich der berühmte Dichter bei seinem Kuraufenthalt in Bad Pyrmont, begleitet von Sohn August und seinem Schreiber Geist (im Volksmund „Vater, Sohn und Heiliger Geist“ genannt) befunden hat, nämlich nur „leidlich“, und wie er seiner damaligen Verlobten Christiane einen Brief voller Sehnsucht zwischen den Zeilen geschrieben hat, das beschreibt Detlev Block in seinem Buch „Unter Pyrmonter Himmel“ , aus dem er bei der ersten Rast an der Konzertmuschel las. Und, auf den Ort bezogen, ließ er ein Plädoyer fürs Kurkonzert hören – als ein „gutes Stück Unterhaltungsklänge, die bewegen und erfreuen können“.

Weiter ging es zum Erdbeertempel, wo eine Niederländerin einst ihr Leben ließ nach dem Genuss von Erdbeeren – heute als „Verkaufs-Rondell“ bei Veranstaltungen genutzt. Und einige Spaziergänger bedauerten, dass bei der Restaurierung die schriftliche Erklärung für den Ursprung des Tempels überpinselt wurde.

Endpunkt des Spaziergangs durch den Park war das Teehaus. Bei Erfrischungen eine Gelegenheit zu Gesprächen miteinander, und für den Autor der Anlass, Schriftsteller-Kollegen zu Wort kommen zu lassen. Mit humoristischen Versen (Heinz Erhardt, Manfred Hausin), dann auch mit nachdenklichen Worten, unter anderem von dem Schweizer Kurt Marti, die von Tod und Auferstehung handelten und damit an den tieferen Anlass des Osterfestes erinnerten.



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