weather-image
23°

Improvisation hilft: Fast zwei Drittel der Dritt- und Viertklässler nehmen das neue Angebot an

Mit der Ganztagsschule klappt’s auch im Dorf

Hagen/Bad Pyrmont (uk). Es schmeckt. Jule, Leonie, Nina und Julia greifen sofort zu Messer und Gabel und beginnen zu essen, als Tanja Rudic ihnen den Teller mit Currywurst, Kartoffelbrei und Erbsen hinstellt. Die vier Schülerinnen der Hagener Grundschule nehmen am Ganztagsangebot teil, das die Stadt mit Beginn des neuen Schuljahres für alle 3. und 4. Grundschulklassen gestartet hat.

veröffentlicht am 28.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 03:21 Uhr

Jule, Leonie, Nina und Julia haben ihre Currywürste im Nu verput
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

„Sonst kommen donnerstags zehn Schüler zum Essen, aber einige sind heute krank“, berichtet Tanja Rudic vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt, die gemeinsam mit dem Zivi Patrick Jaeger die Kinder betreut. Heute ist auch Angelo Stumpe mitgekommen, um bei der Essenausgabe in der Küche des Feuerwehrhauses zu helfen. Die Currywurst samt Beilagen stammt aus der Mensa des Schulzentrums.

Die pädagogische Mitarbeiterin des Büros kümmert sich darum, dass die Hagener Schüler der dritten und vierten Klasse auch nach Schulschluss sinnvoll betreut werden. Auf dem Programm stehen unter anderem Hausaufgabenhilfe, gestaltendes Werken, die Arbeit mit dem Computer oder Bewegungsspiele. Auch Schwimmen unten in Bad Pyrmont gehört zum Angebot. Das Essen bringen Tanja Rudic und ihre Kollegen zweimal die Woche aus der Mensa des Schulzentrums mit. Donnerstags kommen zehn Schüler zum Essen, montags sind es drei.

Noch im April dieses Jahres war unklar, wo die Hagener Grundschüler ihr Mittagessen bekommen würden. „Kein Problem“ meinten die DRK-Vorsitzende Brunhilde Müller und Ortsbrandmeister Jörg Krüger, als sie davon hörten. Die ehrenamtlichen Helfer haben nämlich im Feuerwehrhaus vor längerer Zeit eine Küche eingerichtet. Und da das Haus unmittelbar neben der Grundschule liegt, lag es auf der Hand, die Küche für das offene Ganztagsangebot anzubieten.

Stefan Ölmann

Beim Kauf eines neuen Geschirrspülers und eines großen Kühlschranks griff den Hagenern die Pyrmonter Stadtsparkasse unter die Arme.

Auch für die anderen Grundschulen hat die Stadt mittlerweile Lösungen für das Mittagessen gefunden. Die Grundschüler aus Baarsen werden vom „Haus im Wind“ im Dorfgemeinschaftshaus des Ortes versorgt. Die Schülerinnen und Schüler der Herderschule können in der Mensa essen und die der Grundschule Holzhausen in der nahe gelegenen m&i-Fachklinik.

Ein Mittagessen kostet 2,80 Euro, bedürftige Familien können einen Zuschuss aus dem Schulmittelbudget der Stadt beanspruchen. Von dieser Möglichkeit haben bisher allerdings nur wenige Gebrauch gemacht.

„An allen Grundschulen ist das neue Ganztagsangebot von 14 bis 15.30 Uhr recht gut angenommen worden“, zieht Fachbereichsleiter Stefan Ölmann von der Stadtverwaltung jetzt nach dem ersten halben Jahr Bilanz.

In Holzhausen wurden 54 von 120 Schülern angemeldet, in der Herderschule waren es 117 von 150, in Hagen 17 von 29 und in Baarsen 19 von 27. Das sind insgesamt 207 von 326 Grundschülern der dritten und vierten Klassen – was einer Quote von immerhin 63 Prozent entspricht.

Zwar weiß Ölmann nicht genau, wieviele Kinder das Angebot derzeit tatsächlich wahrnehmen. Aber er geht davon aus, dass sich die Anmeldezahlen gegenüber dem Start nicht wesentlich verändert haben. Allerdings nehmen nicht alle Kinder an allen Angeboten teil.

Hausaufgabenhilfen gebe es für jede Schule, die PC-Kurse würden sehr gut angenommen und auch das Schwimmen, das mit Ausnahme von Baarsen allen Schülern der Nachmittagsbetreuung geboten wird, sei beliebt.

Nur mit der Hilfe von Kooperationspartnern lässt sich das offene Ganztagsangebot quer durchs Stadtgebiet realisieren. Lehrer sind dabei, die Fördergruppen anbieten, aber auch Vereine wie der MTV oder pädagogische Mitarbeiter, die mit der Hilfe von kapitalisierten Lehrerstunden bezahlt werden, und eine Vielzahl von Einzelbetreuern, die den Kindern spezielle Angebote wie beispielsweise Töpfern machen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?