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Eröffnung bei den Paritäten: Cornelia Rundt als Ehrengast im Tagespflege-Neubau

Ministerin erinnert sich noch gut an Bauplatz-Suche

Bad Pyrmont. Als Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) noch Landesgeschäftsführerin des Paritätischen war, besuchte sie in dieser Funktion oft auch Bad Pyrmont. „Zwischen unseren Beratungen und dem Mittagessen sind wir dann immer durch die Stadt gefahren und haben uns alle möglichen Bauplätze für die lange gewünschte und geplante Tagespflege-Einrichtung angesehen“, sagte die Ministerin gestern Nachmittag anlässlich der Eröffnungsfeier der neuen Tagespflege-Räume.

veröffentlicht am 09.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 00:21 Uhr

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Autor:

Karin Heininger
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Dass diese Räume nicht irgendwo in der Stadt, sondern direkt neben der Sozialstation der Pyrmonter Paritäten an der Schlossstraße liegen, wurde von der Politikerin, vor allem aber auch von Pflegedienstleiterin Monika Meyer und ihrem Team, als Glücksfall bezeichnet.

Für diese Tagespflege habe die Leiterin der Station, Elisabeth Krause, mit Hartnäckigkeit gekämpft, bestätigte der Kreisgeschäftsführer der Paritätischen Dienste Hameln-Pyrmont, Norbert Raabe, der den Nachbarn für ihr Verständnis und ihre Hilfsbereitschaft während der Bauphase dankte.

Das Thema Pflege beschäftige sie als Ministerin intensiv, versichert Cornelia Rundt. „Zurzeit gibt es in Niedersachsen etwa 270 000 pflegebedürftige Menschen, von denen 75 Prozent innerhalb der Familien betreut werden. Doch ab 2020 wird dieser Trend kippen, weil es dann mehr Pflegebedürftige als Pflegende gibt. Und dann müssen wir verstärkt auf professionelle Versorgung setzen“, prognostiziert Rundt. Dafür müssten aber auch die Rahmenbedingungen stimmen. Die Attraktivität des Pflegeberufes müsse gestärkt werden. „Es ist eine gesellschaftliche Schieflage, dass jemand, der mit Autos umgeht, weitaus mehr verdient, als jemand, der Menschen pflegt“, betont die Ministerin.

Sie kritisiert unter anderem die Schulgeld-Frage in der Altenpflege-Ausbildung und das Verdienstgefälle, das für Niedersachsen gegenüber den Nachbarländern Hessen und Nordrhein-Westfalen 30 Prozent betrage. Auch das Thema Demenz werde immer wichtiger.

Zuspruch für Pflegedienstleiterin Monika Meyer gab es von der Landesgeschäftsführerin der Paritäten, Birgit Eckardt („Eine Tagespflege mit 16 Plätzen erfordert so viel Aufwand wie ein kleines Pflegeheim“), vom Landrat Tjark Bartels und Bürgermeisterin Elke Christina Roeder. Die bei den drangvoll engen Neujahrsempfängen oft geäußerte Hoffnung der Paritäten auf mehr Platz habe sich jetzt wunderbar erfüllt, stellte Roeder fest.

Nach vielen, eher praxisorientierten guten Wünschen lenkte Detlev Block das Augenmerk auf das Kreuz, das die zwei Richtungen des Lebens auch in der Tagespflege andeute, sowohl „den Blick nach oben als auch das Zusammenleben mit vielen Menschen auf einer Ebene“. Mit Musik von den Beatles sorgten Zine Tabet und Andreas Vogt für eine stimmungsvolle Atmosphäre, die gut zu den neuen hellen, freundlichen Räumen passte.

Hier werden die Senioren ihren Tag verbringen: Sozialministerin Cornelia Rundt (re.) lässt sich von Monika Meyer und Norbert Raabe die neuen Räume zeigen.Hei

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