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Politiker besichtigt Spielstätte

Minister Hilbers macht Kurtheater zur Chefsache

BAD PYRMONT. Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) hat das gesperrt Kurtheater zur Chefsache gemacht. „Das Kurtheater ist für Bad Pyrmont von so großer Bedeutung, dass ich mir das selbst anschauen werde“, sagte er nach einer Besichtigung des Theaters und der Schäden im Hinblick auf die Sanierung.

veröffentlicht am 17.01.2019 um 16:33 Uhr
aktualisiert am 17.01.2019 um 20:20 Uhr

Finanzminister Reinhold Hilbers (li.) lässt sich vom Leiter des Staatlichen Baumanagements Weser-Leine, Peter Bröker (Mitte), und Kurdirektor Maik Fischer die Schäden an tragenden Fachwerkbalken des Kurtheaters zeigen. Foto: uk
Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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„Wir werden uns eine Lösung überlegen müssen“, kündigte der Ressortchef gegenüber dieser Zeitung an und fügte hinzu: „Das Kurtheater ist für Bad Pyrmont von so großer Bedeutung, dass ich mir das selbst anschauen werde.“

Offizieller Anlass seines Besuchs war zwar die Einweihung des ersten Bauabschnitts des König-Luise-Bades, doch auf Bitten von Kurdirektor Maik Fischer stand zuvor eine Besichtigung des Kurtheaters an. Eine gute halbe Stunde ließ der Minister sich von Fischer und dem Leiter des Staatlichen Baumanagements Weser-Leine, Peter Bröker, über die Bedeutung des Hauses für das Staatsbad, die Schäden und möglichen Sanierungs- und Modernisierungsvatianten informieren – auch unter dem Aspekt des Brand- und Arbeitsschutzes. Und auch über die Zwickmühle, in der sich das Staatsbad befände, sollte Ende Mai 2020 aus Brandschutzgründen die Betriebsgenehmigung für das Konzerthaus auslaufen und das Kurtheater nicht vor Ende 2023 fertig sein.

„Es gibt einen erheblichen Sanierungsbedarf und gravierende Mängel“, lautete Hilbers’ Erkenntnis. Ihm sei zwar schon vorher bewusst gewesen, dass das Theater angesichts seiner historischen Ausstrahlung ein prägender Bau sei, aber Fischer und andere hätten ihm noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig es für den Ort und den Kurbetrieb sei. Er rechne damit, dass das Sanierungskonzept im ersten Quartal dieses Jahres vorliege. „Erst anschließend ist eine Aussage zu den voraussichtlichen Sanierungskosten und möglichen Terminen möglich.“ Zum Konzerthaus könne er zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine Aussage machen, sagte er.

Und schnipp: Im Königin-Luise-Bad durchtrennt Minister Hilbers ein rotes Band und weiht damit den ersten Bauabschnitt offiziell ein. Bürgeremeister Klaus Blome, die Landtagsabgeordneten Petra Joumaah und Ulrich Watermann und Kurdirektor Maik Fischer freut das. Foto: uk

Dafür konnte er wenig später im Königin-Luise-Bad anlässlich der Einweihung des Eingangsbereiches mit einer konkreten Aussage aufwarten. Dass die bisher genehmigten Gesamtkosten bislang auf 16,45 Millionen Euro gestiegen seien (bislang waren 15 Millionen Euro bekannt, die Red.) und durch die Bauablaufstörungen weitere Kosten nicht zu vermeiden seien, deren genaue Höhe aber noch nicht feststehe. „Gegenüber den Schadensverursachern wird das Land diese Kosten geltend machen“, kündigte er an. Damit dürfte vor allem das Architekturbüro gemeint sein, von dem sich das Land laut Hilbers wegen einer mangelhaften Ausführungsplanung getrennt hatte. Er entschuldigte sich für die dadurch entstandenen Zeitverzögerungen, die sich trotz aller Anstrengungen nicht aufholen ließen, zeigte sich aber mit dem bisherigen Ergebnis sehr zufrieden: „Das neue Königin-Luise-Bad wird ein neuer Leuchtturm in der Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont sowie im Gesundheitstourismus in ganz Niedersachsen sein“, sagte er vor einer Schar von Gästen, die der kleinen Zeremonie folgten. „Bad Pyrmont steht für den Aufbruch in der Branche“, hatte zuvor Kurdirektor Maik Fischer festgestellt und Bürgermeister Klaus Blome befand: „Die Namensgeberin Königin Luise wäre zufrieden mit diesem schönen Bad.“

Eine gute Nachricht des Ministers betraf die Wandelhalle. Die soll für eine Million Euro saniert und renoviert werden, die Arbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Und noch eine Baustelle hat das Land in der Kurstadt: die Schlossinsel. Für die Bauunterhaltung an der Anlage habe das Land bislang 2,2 Millionen Euro ausgegeben, ließ Hilbers wissen und versicherte, dass das Land seine Verantwortung wahrnehme. Zurzeit werde an einem Brandschutzkonzept gearbeitet, um die Nutzung als Versammlungsstätte künftig ohne Einschränkungen und Provisorien zu gewährleisten.



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