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Bad Pyrmonter CDU verfolgt Bremer Regionalkonferenz per Livestream – und hat klare Präferenzen

Merz, Spahn, Kramp-Karrenbauer?

BAD PYRMONT/LÖWENSEN. Die Regionalkonferenz der CDU in Bremen, auf der sich am Donnerstag die drei Kandidaten für den Parteivorsitz präsentierten, strahlte bis ins kleine Löwensen aus. Der stellvertretende Ortsbürgermeister Lukas Wilk, gleichzeitig frisch gekürter Vorsitzender der Bad Pyrmonter CDU, hatte zu einer Veranstaltung für Donnerstag ins Löwenser Dorfgemeinschaftshaus geladen, die eigentlich einen viel größeren Zuspruch verdient gehabt hätte.

veröffentlicht am 29.11.2018 um 21:45 Uhr

Verfolgen die CDU-Regionalkonferenz per Livestream in kleine Runde (v. li.): Sebastian Hagedorn, Markus Wilsmann, Christoph Böhm, Torben Schwarze und Lukas Wilk. Foto: ar
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Rudi Rudolph Reporter
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Um Mitglieder der Partei, aber auch jedem generell politisch Interessierten in den Findungsprozess einzubeziehen, sollte die Regionalkonferenz per Livestream übertragen werden – und Wilk wollte jedem Teilnehmer die Möglichkeit geben, seine eigene Präferenz für einen der Kandidaten zu finden. Diese sollten dann als Stimmungsbild den beiden Delegierten des CDU Kreisverbandes, Petra Joumaah und Thomas Figge, mitgeteilt werden. So löblich Lukas Wilks Engagement ist, und darüber war er sich selbst im klaren, schien die kurze Vorbereitungszeit vor der Veranstaltung einer hohen Beteiligung doch im Wege zu stehen. Zudem müssen sich die Mitglieder der Pyrmonter CDU wohl erst daran gewöhnen, dass ihr neuer Vorsitzender plant, regelmäßig Veranstaltungen mit öffentlichkeitswirksamem Charakter durchzuführen. Jedenfalls war die Resonanz am Abend recht überschaubar: neun Besucher und der stellvertretende Vorsitzende Walter Kuhlmann, der noch zum Ende des Abends seine Referenz erwies.

„Ist die Runde klein, ist die Veranstaltung umso besser“, unkte Lukas Wilk, und irgendwie hatte er recht. Trotz einer stotternder Livestream-Übertragung, die nur mühselig in Gang kam und auch im Verlauf des Abends eher einer der vor Generationen üblichen Radioübertragung glich, kam im Anschluss daran eine lebendige und sachliche Diskussion zustande. Die Positionen der drei Kandidaten waren allesamt bekannt und wurden durch die Übertragung nicht relativiert. Also lag das Augenmerk auch auf der Überzeugungskraft, die alle Drei verströmten, und da hatte Friedrich Merz mit vier eindeutig Votierenden die größte Zahl Befürworter. Jens Spahn sei, so die Runde, zwar ambitioniert, doch er polarisiere und brauche noch Zeit. Und Annegret Kramp-Karrenbauer sei wenig überzeugend aufgetreten.

Torben Schwarze und Sebastian Hagedorn in der Löwenser Runde waren sich einig: „Egal, wer es wird, man muss ihm/ihr eine Chance geben und sehen, wie sie/er sich entwickelt.“ Christoph Böhm brachte es auf den Punkt. „Jeder der drei Kandidaten kann’s werden, die CDU ist jedenfalls nicht mehr einfach ein Kanzler-Wahlverein wie unter Helmut Kohl.“



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