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Am meisten hat mir gefehlt, ...

Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen äußern sich über ihre Corona-Zeit

BAD PYRMONT. Es handelt sich um eine Wanderausstellung, die aktuell in Bad Pyrmont „Unter den Arkaden“ zu sehen ist. Wanderausstellung im doppelten Sinn, denn sie geht danach Mitte August nach Hameln, und in Bad Pyrmont ist sie in den Schaufenstern verschiedener Geschäfte im Umfeld der Arkaden zu sehen, was bedeutet, dass die Besucher „wandern“ müssen, wenn sie sich die 16 Poster anschauen wollen.

veröffentlicht am 27.07.2021 um 10:00 Uhr

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„Wir sind überaus froh, dem Projekt offen gegenüber stehende Geschäftsinhaber gefunden zu haben, die sich spontan bereit erklärten, diese Poster in ihren Schaufenstern zu zeigen“, strahlt Beate Lunburg, die Vorsitzende des Inklusiven Netzwerks Bad Pyrmont. Und Gabriele Bökenkröger von der Lebenshilfe Hameln-Pyrmont macht deutlich, dass in dieser Ausstellung 16 Bewohnern in Einrichtungen die Möglichkeit gegeben worden sei, über ihre Lebenserfahrungen im Lockdown berichten zu können.

„Die Zeit hat auch an der Psyche dieser Menschen geknabbert. Da musste jetzt etwas herausgelassen werden. Es ist wichtig, Zeit und Raum für Äußerungen zu geben, und so haben wir die Teilnehmer gefragt, ob sie etwas Neues ausprobiert haben, was ihnen besonders gefehlt hat und was sie als erstes wieder machen möchten“, erläutert die verantwortliche Projektleiterin vom Inklusiven Netzwerk, Jana Bengton. Und Fabian Siefert sei mit der grafischen Gestaltung wirklich etwas Anschauliches gelungen.

Von den Befragten war leider niemand vor Ort. Das sei organisatorisch nicht möglich gewesen. Doch die Poster geben schon Auskunft, wenn auch in gekürzter Form, über eben ihre Träume, Wünsche und Ängste. So schildert Benni Pfister, dass ihm das regelmäßige Arbeiten gefehlt habe. Sabine Nowak-Porosalla freut sich auf die ersten richtigen Treffen und Kontakte, und Evelyn Hormann vermisste das Einkaufen und Bummeln, das ihr zuvor so viel Lebensfreude bereitete.

2 Bilder

Diese nur wenigen Auszüge aus den Postern spiegeln doch Wünsche und Aussagen, die wir auch von uns selbst kennen. Bis zum 17. August können die Poster noch entlang der Arkaden sowie den beiden im Bereich des Löwentors befindlichen Geschäften betrachtet werden. Anschließend wird die Ausstellung nach Hameln in das FiZ (Familie im Zentrum) im Eugen-Reintjes Haus an der Osterstraße 46 verlegt.



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